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| Die Nachfrage nach Hühnerschenkeln ist auch in Russland gesunken (Foto: Vesti) | |
Montag, 06.03.2006
Behörden und Betrüger kämpfen gegen die Vogelgrippe
Moskau. Einer Bande gewitzter Ganoven ist es gelungen, sogar aus der Vogelgrippe noch Profit zu schlagen. Die Gruppe selbst ernannter Tierärzte konfiszierte im Kaukasus in mehreren Dörfern das Geflügel.
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Die Männer stellten sich in den Bergdörfern der autonomen Republik Karatschai-Tscherkessien als Mitarbeiter der Hygiene-Behörde vor und erklärten den Bewohnern, alle Hühner, Enten und Gänse müssten notgeschlachtet werden. Dies sei eine Notmaßnahme im Kampf gegen die Vogelgrippe.
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Alle möglichen und unmöglichen Maßnahmen ergreifen
Erst auf Beschwerden einiger der betroffenen Geflügelhalter wurden die Behörden aktiv. Die echten Beamten müssen nun nicht mehr nur gegen die Ausbreitung der Seuche, sondern auch gegen falsche Seuchenärzte ankämpfen – bislang fehlt von den Betrügern jedoch jede Spur. Anders als in den benachbarten Regionen wurden in Karatschai-Tscherkessien bislang keine Fälle der Vogelgrippe registriert. Die Behörden beschränkten sich daher bislang auf Aufrufe, alle Tiere im Stall zu halten.
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Anders in den betroffenen Gebieten Südrusslands: Dort wurden allein in den letzten 24 Stunden 4.000 Tiere notgeschlachtet.. Der für Südrussland zuständige Generalgouverneur Dmitri Kosak forderte bei einer Krisensitzung, “alle möglichen und unmöglichen Maßnahmen zu ergreifen”, um eine Gefährdung von Menschen auszuschließen.
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Dafür, dass sich die Lage mit Beginn des alljährlichen Vogelzugs weiter zuspitzen könnte, gibt es neue Indizien. Aus Aserbaidschan wurden erstmals zwei mögliche menschliche Todesopfer der Seuche gemeldet. Bislang gibt es noch keine offizielle Bestätigung, jedoch gehen die Ärzte davon aus, dass zwei junge Frauen in der Siedlung Daykend dem Vogelgrippe-Virus H5N1 erlagen. Zehn Familienmitglieder befinden sich derzeit noch in Krankenhäusern.
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(kp/.rufo)
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