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Die Puppen in der Wohnung des Leichenfledderers von Nischni sind aus Mädchenleichen gemacht. (Foto: newsru.com)
Die Puppen in der Wohnung des Leichenfledderers von Nischni sind aus Mädchenleichen gemacht. (Foto: newsru.com)
Dienstag, 08.11.2011

Grabschänder von Nischni nähte aus Leichen Puppen

Nischni Nowgorod. Der aufsehenerregende Fund von 29 mumifizierten Leichen in einer Wohnung in Nischni Nowgorod schlägt hohe Wellen. Der Täter war ein zwar schrulliger, aber bisher unbescholtener Historiker und Heimatkundler.

Im Laufe der letzten zwei Jahre hatte der nekrophile 45-Jährige 29 Mädchen und junge Frauen aus ihren Gräbern geholt und ihre halbverwesenden Leichen zu Puppen verarbeitet. Die „Technologie“ dazu hatte er sich aus Fachbüchern geholt. Seinen „Werken“ zog er Kleidung von Verstorbenen an.

Bekannter Stadthistoriker


Die Polizei fand in der Wohnung des Leichenfledderers 28 dieser grausigen „Puppen“, eine lag in der Garage. Alle waren sie „akkurat angeordnet“, wie es im Polizeibericht heißt. Die Ermittler waren dem Grabschänder ein Jahr lang auf der Spur gewesen.

Bei Russland-Aktuell
• Grabschänder hatte 20 Skelette in der Wohnung (03.11.2011)
• Mumien-Wiederbelebung führt zu Wohnungsbrand (27.01.2011)
• Erpresser in Uniform fliegt auf dem Friedhof auf (26.08.2011)
Der 45-Jährige war bekannt als Stadthistoriker; er befasste sich unter anderem mit der Herkunft geografischer Bezeichnungen und von Namen. Er hielt Vorlesungen und machte Führungen durch die Stadtbibliothek.

“Erster Nekro-Wissenschaftler Russlands“


Aber auch seine seltsamen Seiten waren anscheinend längst bekannt. In einem Interview hatte er schon vor Jahren erzählt, er habe „persönlich 752 Friedhöfe inspizert“ und dabei „in Gräbern geschlafen und Wasser aus Pfützen getrunken“. Die begeisterte Journalistin erhob ihn daraufhin gleich zum „ersten Nekro-Wissenschaftler Russlands“.

Seine Leidenschaft für Friedhöfe und Gräber habe er als Kind entdeckt, als er noch zu den jungen Pionieren ging, hatte der Mann schon früher gebeichtet. 1979 sei er „ungewollt Zeuge und Teilnehmer einer magischen Zeremonie geworden“. Seitdem hätten ihn „Friedhöfe wie Magneten angezogen“.

Wissenschaftliches Interesse läuft aus dem Ruder


Zuerst habe das wissenschaftliche Interesse überwogen – er wollte Gräber bekannter Menschen auffinden, Todesdaten überprüfen, Stammbäume erstellen. Irgendwann lief die Leidenschaft für Leichname dann aber offensichtlich aus dem Ruder.

In Nischni Nowgorod an der Wolga denkt man jetzt darüber nach, die Friedhöfe besser zu bewachen. Erst vor kurzem hatten Unbekannte muslimische und jüdische Gräber geschändet. Der Leichenfledderer mit seinen 29 Puppen scheidet als Täter in diesem Fall aber aus.



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Till 04.12.2011 - 14:21

Puppen aus Leichen

Wenn das Schule macht in Russland, sollte man - wie in Deutschland mehr und mehr üblich-die Feuerbestattung vorziehen.
Sollte man meine Asche später bei Glätte zum Streuen benutzen, habe ich wenigstens nicht umsonst gelebt. Aber als Puppe in der guten Stube enden ?
Nee Danke.


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