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Wrack des abgestürzten A310 in Irkutsk (Foto: TV)
Wrack des abgestürzten A310 in Irkutsk (Foto: TV)
Sonntag, 09.07.2006

Katastrophe am Baikal: 150 Tote bei Flugunglück

Moskau. Es ist das zweite große Flugzeugunglück innerhalb weniger Monate, das Russland erschüttert. Knapp 150 Tote und über 60 Verletzte forderte die Flugkatastrophe in der ostsibirischen Großstadt Irkutsk.

Es war kurz vor acht Uhr Ortszeit, als die Maschine aus Moskau kommend zur Landung in Irkutsk ansetzte. Doch dabei geschah das Unfassbare. Der Airbus A310 kam bei dem regnerischen Wetter nicht wie geplant zum Stehen, sondern fuhr über die Rollbahn hinaus.

Explosion und Feuer töten die meisten Insassen


Dort durchstieß er eine Betonmauer und fuhr in eine Garagensiedlung. Der heftige Aufprall deformierte die Kabine und löste eine Explosion aus. Das anschließende Feuer kostete die meisten Passagiere das Leben.

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• Staatstrauer in Russland und Armenien (05.05.2006)
• Airbus aus Armenien stürzt ins Schwarze Meer (03.05.2006)
• Flugunglück: Armavia verliert zweiten A320 (05.05.2006)
• Tkatschow: Pilotenfehler Ursache des Flugzeugunglücks (03.05.2006)
Elf Insassen konnten aus eigener Kraft das brennende Flugzeug verlassen, weitere 40 Personen zogen die Rettungshelfer teils schwer verletzt aus dem Wrack. Für etwa 150 Menschen kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Genaue Zahl der Opfer noch nicht bekannt


Die genaue Anzahl der Opfer und Verletzten ist noch nicht bekannt. Es kursieren inzwischen Listen mit 61 teils schwer Verletzten, die in die verschiedenen Krankenhäuser der Baikal-Metropole eingeliefert wurden. Wie viele von ihnen überleben werden, ist noch ungewiss.

Doch das Hauptproblem besteht darin, dass die Passagierliste der Fluggesellschaft Sibir nicht vollständig zu sein scheint. Auf dieser Liste standen 192 Namen. Hinzu kommen acht Crewmitglieder. Allerdings sollen an Bord auch Personen gewesen sein, die nicht auf der Passagierliste standen.

Regierungskommission soll Ursachen klären


Präsident Wladimir Putin beauftragte bereits eine Regierungskommission, sich der Sache anzunehmen. Sie soll die Unglücksursache klären und den Opferangehörigen Beistand leisten. Erleichtert warden könnte ihr die Arbeit dadurch, dass die Flugschreiber bereits gefunden wurden.

Bei dem Absturz eines anderen Airbusses Anfang Mai vor der Küste des Schwarzen Meeres hatten Bergungstrupps wochenlang nach der so genannten Black Box gesucht. Bei der Katastrophe der armenischen Maschine waren alle 113 Passagiere, überwiegend Armenier, aber auch knapp 30 Russen, ums Leben gekommen.

(ab/.rufo)


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