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| Am Boden: In Moskau-Domodedowo steht eine verdächtige Boeing von British Air (Foto: TV) | |
Donnerstag, 30.11.2006
Litwinenko-Tod: Zwei verstrahlte Flugzeuge gefunden
Moskau. Der Todesfall Litwinenko zieht weitere Kreise. Die Behörden sind bei ihren Untersuchungen auf zwei radioaktiv verseuchte Flugzeuge gestoßen. Ein verdächtiger Jet steht noch in Moskau.
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Der nach Großbritannien übergelaufene ehemalige Geheimagent Alexander Litwinenko starb am vergangenen Donnerstag in einem Londoner Krankenhaus. Bei einer gerichtlichen Untersuchung wurden Rückstände des hochgiftigen radioaktiven Materials Polonium 210 in seinem Körper gefunden.
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Später fanden die Behörden noch an weiteren sieben Stellen in London Rückstände dieses Stoffes, u.a. in der Sushi-Bar, in der sich Litwinenko vergiftet haben soll, und im Büro des Exil-Oligarchen Boris Beresowski. An all diesen Orten soll sich, den Erkenntnissen von Scotland Yard zufolge, Litwinenko aufgehalten haben. Nach bisherigem Ermittlungsstand ist Litwinenko aber im fraglichen Zeitraum nicht geflogen.
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Radioaktiv verseuchte Flugzeuge verkehrten zwischen London und Moskau
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Die zwei verstrahlten Maschinen waren auf der Route London – Moskau unterwegs. In einem der Flugzeuge soll Andrej Lugowoi, ein Freund Litwinenkos, der sich mit dem Ex-Agenten am 1. November getroffen hatte, zwei Tage später nach Moskau zurückgeflogen sein. Lugowoi meldete sich selbst bei den Behörden und lässt sich derzeit auf radioaktive Verstrahlung überprüfen. Lugowoi, der als Freund Litwinenkos gilt, bestreitet in die Vergiftung des Ex-Agenten verwickelt zu sein.
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Die Behörden vermuten, dass alle Personen, die mit Litwinenko in Kontakt kamen, Spuren der radioaktiven Substanz aufweisen. Diese These wird allerdings dadurch in Frage gestellt, dass der Italiener Mario Scaramella, mit dem sich Litwinenko ebenfalls am 1. November traf, keine Polonium-Spuren aufweist. Scaramella berichtete den Ermittlern übrigens auch darüber, dass Litwinenko in seiner Zeit als FSB-Agent mit dem Schmuggel von Atommaterialien beauftragt war.
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BA sucht nach Flugpassagieren
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Nach Angaben der Behörden ist die Dosis der radioaktiven Substanz in den beiden Flugzeugen – ob es sich dabei um Polonium handelt, wurde von der Fluggesellschaft British Airways (BA), der die Boeings gehören, nicht bestätigt – sehr gering und nicht gesundheitsgefährdend. Dennoch wurden alle Flüge der beiden Liner gestrichen. BA sucht nach den 800 Passagieren, die zwischen dem 25. Oktober und 3. November in den Maschinen gesessen haben.
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Unter Verdacht auf Radioaktivität steht außerdem ein drittes Flugzeug, das derzeit in Moskau ist. Eine Gruppe britischer Ermittler ist schon in die russische Hauptstadt aufgebrochen, um den Jet zu untersuchen.
(ab/.rufo)
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