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Ramsan Kaadyrow lässt in Grosny die MDR-Puppen tanzen; in Deutschland kocht die Kritik hoch. (Foto: newsru.com)
Ramsan Kaadyrow lässt in Grosny die MDR-Puppen tanzen; in Deutschland kocht die Kritik hoch. (Foto: newsru.com)
Dienstag, 18.10.2011

MDR-Fernsehballett: heftige Kritik an Grosny-Auftritt

Berlin. Nach der öffentlichen Reueerklärung von Hilary Swank tritt jetzt auch das MDR-Fernsehballett, das auf Kadyrows Fete tanzte, den Gang nach Canossa an. Deutschlands Linke sind empört und entsetzt über den Auftritt.

Die Leitung des Mitteldeutschen Rundfunks sah sich nach der Teilnahme von sechs Mitgliedern des MDR-Fernsehballetts am Stadtfest von Grosny und der Geburtstagsfete des grober Menschenrechtsverletzungen verdächtigen Tschetschenen-Chefs Ramsan Kadyrow veranlasst, eine Entschuldigung auszusprechen.

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"Dieser Aufritt hat dem Ballett, seinen Gesellschaftern und dem MDR in der Öffentlichkeit großen Schaden zugefügt", heißt es unter anderem in der Erklärung vom Montagabend. In Deutschland hagelt es derweil von allen Seiten Kritik an dem Auftritt.

"Spiegel online" machte sich mit der Titelzeile: "Beinchen hoch für Brüderchen Diktator" lustig über den Fauxpas in Grosny. Der Vorsitzende des Bundestags-Ausschusses für Menschenrechte, Tom Koenigs von den Grünen, fand gegenüber der „Mitteldeutschen Zeitung“ harte Worte: "Die sind von allen guten Geistern verlassen!“ Er kündigte eine Untersuchung im Bundestag an.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, erklärte: „Künstler dürfen sich nicht zur Staffage machen für den Personenkult von jemandem, an dessen Fingern Blut klebt."

Der ehemalige DDR-Außenminister Markus Meckel (SPD) erklärte: "Das finde ich wirklich skandalös. Nach allem, was man weiß, kann man Kadyrow nicht anders als einen Kriminellen bezeichnen, der von Wladimir Putin an der Macht gehalten wird."

Vor dem MDR hatte sich bereits die zweifache Oscar-Preisträgerin Hilary Swank von ihrem Auftritt am 5. Oktober in Grosny distanziert. Vanessa Mae und Jean-Claude van Damme, die ebenfalls mit von der Partie waren, haben bisher keine Reue gezeigt.



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Paulsen-Consult 18.10.2011 - 20:33

So what!

Für ein Land, dass seit Jahrzehnten Waffen und Waffenlogistik an fast jede Diktatur auf dem Globus liefert, dürfte doch der Auftritt von ein paar MDR-Hüpfern in Groszny kein Problem sein!


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