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| Als die Bombe in Stawropol explodierte, befanden sich viele Menschen vor dem Eingang des Konzertsaals (Foto: tv/newsru.com) | |
Donnerstag, 27.05.2010
Stawropol: Terror-Bombe vor Tschetschenen-Konzert
Stawropol. Im südrussischen Stawropol sind sieben Menschen bei einem Terrorakt vor dem Auftritt eines tschetschenischen Tanz-Ensembles getötet worden. Die Bombe lag auf dem Dach eines Straßencafes am Konzertsaal.
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Der Anschlag ereignete sich gestern Abend gegen 18.45 Uhr am Kulturpalast der Gewerkschaften in Stawropol. Eine Viertelstunde später sollte dort der Auftritt des tschetschenischen Volksmusik-Ensembles „Wainach“ stattfinden. Vor dem Konzertsaal mit 1.000 Plätzen befanden sich deshalb viele Menschen – Konzertgänger und solche, die noch hofften, eine Eintrittskarte zu ergattern.
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Bombe vor dem Saal-Eingang Die Bombe mit einer Sprengkraft von etwa 400 Gramm TNT war vermutlich als Saftpackung getarnt und lag auf dem Dach eines Open-Air-Cafes, das sich nur 15 Meter neben dem Eingang befindet. Die vermutlich über Funk oder eine Schaltuhr gezündete Bombe war mit Stahlteilen gespickt, weshalb eine große Zahl vom Menschen getroffen wurde.
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Sieben Menschen, darunter ein 12 Jahre altes Mädchen, wurden durch die Explosion getötet. Zwei der Toten sind Einwohner Tschetscheniens. 42 Personen erlitten Verletzungen. Zehn von ihnen konnten bis zum Morgen die Krankenhäuser wieder verlassen.
Konflikte zwischen Kaukasiern und Russen Stawropols Gouverneur Waleri Gajewski bezeichnete den Anschlag am Tatort als „beispiellose Provokation, die das nationale Gleichgewicht in unserem Gebiet erschüttern soll“. Als potentiell tatverdächtig gelten russisch-nationalistische Kreise.
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Vor genau drei Jahren hatte es in Stawropol ethnische Zusammenstöße zwischen Kaukasiern und Slawen gegeben. Dabei war ein tschetschenischer Student getötet worden. Neun Tage später wurden zwei russische Studenten ermordet.
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Kadyrow: "Feinde Russlands" am Werk Tschetscheniens Präsident Ramsan Kadyrow bezeichnete in einer Erklärung zu dem Anschlag die Täter als „Feinde Russlands und seiner Gesellschaft“ und „Kräfte, die danach streben, Regionen und das ganze Land in permanenter Anspannung zu halten“.
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Das Konzert wurde nach dem Anschlag abgesagt, die Künstler traten den Heimweg nach Tschetschenien an. Auf Bitten des Ensembles überprüften Sicherheitskräfte vor der Abfahrt genau die Busse der Truppe.
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