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| Selbstverbrennung vor dem Kreml: Keine Angst vor Flammen, aber Angst vor unfairer Präsidentenwahl (Foto: Newsru.com). | |
Donnerstag, 13.09.2007
Putin-Protest: Oppositionelle verbrennen sich vor Kreml
Moskau. Aus Protest gegen eine abgekartete Präsidentenwahl haben sich zwei Jungaktivisten der Oppositionspartei „Jabloko“ vor den Kreml-Mauern in Brand stecken lassen. Sie müssen im Krankenhaus behandelt werden.
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Auf der Sofijskaja Uferstraße entrollten die beiden Aktivisten Ilja Jaschin und Alexander Schurschew ein Transparent mit der Aufschrift „Keine Thronfolger. Oder brenne in der Hölle!“ Jaschin erklärte den Sinn der Protestaktion gegenüber dort versammelten Journalisten: Mit der Abdankung des bisherigen Regierungschefs Michail Fradkow leite Putin die verfassungsfeindliche Machtübergabe an seinen Nachfolger ein, so Jaschin. Mit ihrer Aktion, so der Aktivist weiter, protestiere die Partei-Jugendorganisation „Molodjoschnoje Jabloko“ gegen die Thronfolger-Operation der Machthaber und für freie und fairen Präsidenten-Wahlen.
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Für faire Wahlen, gegen Präsidenten-Ernennung!
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„Mit dieser Aktion protestiert ‚Molodjoschnoje Jabloko’ gegen die Operation ‚Thronfolger’ und fordert, dass der neue Präsident Russlands in freien und fairen Wahlen gewählt und nicht vom amtierenden Staatsoberhaupt ernannt wird", so Jaschin wörtlich.
An der Uferstraße versammlte Aktivisten skandierten nach der kurzen Ansprache: „Russland ohne Putin und Thronfolger!“ Dann ließen sich Jaschin und Schurschew in Brand stecken. Nach gut einer Minute wurden die beiden in feuerfester Montur verpackten Aktivisten mit Feuerlöschern abgelöscht. Ein mittlerweile eingetroffener Rettungswagen brachte Jaschin und Schurschew ins bekannte Sklifosowski-Krankenhaus.
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Putin in der Hölle
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| Mutiger Protest gegen Putins Präsidenten-Poker: Ilja Jaschin und Alexnader Schurschew (Foto: Newsru.com). |
In einem Brief, den die Aktivisten bei ihrer Aktion verbreiten ließen, heißt es: „Sie sind nicht mehr jung, Herr Präsident. In Ihrem Alter machen sich die Menschen gewöhnlich Gedanken über die Ewigkeit. Denken Sie daran Wladimir Wladimirowitsch: Alle Diktatoren brennen in der Hölle!“
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Der offenbar spontanen Aktion der Aktivisten von „Molodjoschnoje Jabloko“ war gestern der Rücktritt des Regierungschefs Fradkow vorausgegangenen. Für viele politische Kommentatoren überraschend, hatte Fradkow gestern Präsident Wladimir Putin um seine Entlassung aus dem Amt des Regierungschefs gebeten. Der in der Fernseh-Übertragung überhaupt nicht überrascht wirkende Putin nahm das Rücktrittsgesuch an und kündigte an, Fradkow mit einem Orden für seine Verdienste auszuzeichnen.
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Als Nachfolger wurde noch gestern der völlig unbekannte Finanzfachmann Viktor Subkow benannt. Subkow war von 1991 bis 1993 Vizechef der Abteilung für Auswärtige Beziehungen in St. Petersburg. Damals war der amtierende Präsident Wladimir Putin Subkows Vorgesetzter.
(cj/.rufo/Moskau)
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