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| Atomfabrik Majak - eines der Zentren der russischen Atomindustrie (Foto: TV) | |
Donnerstag, 02.02.2006
Russland lockt Iran mit Angebot der Urananreichung
Moskau. Das Angebot Putins, Uran für den Iran unter internationaler Kontrolle in Russland anzureichern, gilt weiter, sagt das Moskauer Außenministerium. Auch nach der IAEO-Sitzung heute in Wien gibt es Lösungswege.
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Gestern unterstützte auch US-Präsident George Bush in einem Telefongespräch mit Wladimir Putin den Vorschlag, der besonders nach dem Außenministertreffen in London zum internationalen Hauptinstrument zur Lösung der Iran-Krise geworden ist.
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| Atomstrom ja - Atombombe nein |
| Russland schlägt dem Iran vor, Uran für zivile Nutzung in dem Reaktor von Busher unter Beteiligung iranischer Fachkräfte auf russischem Territorium unter strenger internationaler Kontrolle anzureichern. Das würde zivile Nutzung der Atomenergie erlauben, aber den Weg zur Atombombe weitgehend versperren. Putin schlug auf seiner Jahrespressekonferenz sogar ein \\\"Servicenetz\\\" von Atomanlagen zur Urananreicherung und Brennelementeproduktion in Russland vor, das international genutzt werden könnte. |
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Auch der Iran hatte dem Vorschlag aus Moskau bereits Ende 2005 „im Prinzip“ zugestimmt, dann aber in konkreten Gesprächen immer wieder einen Rückzieher gemacht. Es könne nicht angehen, dass die Energieversorgung eines Landes aus dem Ausland kontrolliert werde, hieß es.
Seit gestern werben erneut hochrangige russische und chinesische Diplomaten in Teheran für den friedlichen Ausweg aus der Krise. Bisher vergeblich.
Der russische Vizeaußenminister Sergej Kisljak riet dem Sekretär des iranischen Nationalen Sicherheitsrates, mit der Internationalen Atomaufsichtsbehörde in vollem Umfang zusammenzuarbeiten.
Der Iran hat hingegen angekündigt, sein eigenes Urananreichungsprogramm wieder aufzunehmen, wenn die IAEO das iranische Atomdossier an den UNO-Sicherheitsrat weiterreicht.
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Sollte der UNO-Sicherheitsrat im März Sanktionen gegen den Iran beschließen, hat dieser bereits Sanktionen gegen den Rest der Welt angedroht: tatsächlich könnte der Iran den eigenen Ölexport reduzieren, den Persischen Golf sperren - und damit die Weltwirtschaft empfindlich treffen.
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Die anschließenden, unvermeidlichen Ölpreissteigerungen auf dem Weltmarkt würden Russlands Staatskasse weiter auffüllen.
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Daran kann Putin aber nicht interessiert sein. Eine Eskalation rund im den Iran würde sich in gefährlicher Nähe des russischen Vorgartens im Kaukasus und des russischen Hinterhofes in Mittelasien abspielen.
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(gim/.rufo)
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