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Das gibt zu denken: Die Russen sind mehrheitlich für Putin im Kreml - aber nicht auf ewig (Foto: TV)
Das gibt zu denken: Die Russen sind mehrheitlich für Putin im Kreml - aber nicht auf ewig (Foto: TV)
Freitag, 24.08.2012

Umfrage: Mehrheit gegen weitere Putin-Amtszeit

Moskau. Nach drei Monaten Präsidentschaft bröckelt Wladimir Putins Rating zwar leicht, ist mit 63 Prozent aber noch immer üppig. Dennoch sprach sich bei einer Umfrage eine deutliche Mehrheit dafür aus, dass der Kreml-Chef bei den nächsten Wahlen 2018 nicht mehr antritt.

Vereinfacht gesagt, finden zwei Drittel der russischen Bevölkerung es gut, dass Wladimir Putin im Kreml sitzt und wie er regiert – während ein Drittel davon nicht begeistert ist. Allerdings geht der Anteil derjenigen, die mit Putins Amtsführung zufrieden sind, zurück: Den Umfragedaten des Demoskopie-Institutes Levada-Zentr zufolge, lag Putins Rating mit 63 Prozent im August um 4 Prozent niedriger als im Juli. Im Mai hatte er sogar 69 Prozent Zustimmung.

Einsamer Rating-Spitzenreiter in der nördlichen Hemisphäre


35 Prozent der Befragten (im Mai waren es 30 Prozent) sind mit Putins Wirken als Präsident hingegen nicht einverstanden – möglicherweise ist dies der „Pussy-Riot-Effekt“ aufgrund mehrerer von Putin nach seinem Amtsantritt initiierter scharfer Maßnahmen gegen oppositionelle Kreise.

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„Keine einzige Führerfigur in Europa oder den USA kann sich mit so einem Rating schmücken“, erklärt dann auch stolz Andrej Issajew aus der Führungsebene der Kreml-Hauspartei „Einiges Russland“.

Nur 22 Prozent für vierte Amtszeit


Allerdings ist die aktuelle breite Unterstützung für Putin nicht Grund genug, damit die Russen ihn noch eine weitere Amtszeit lang im Kreml sehen wollen: Auf die Frage, wer ihrer Meinung nach bei den nächsten Präsidentenwahlen (sie stehen erst 2018 an) gewählt werden sollte, votieren nur 22 Prozent für Putin. 7 Prozent der Befragten wünschen sich eine Rückkehr des gegenwärtigen Premiers Dmitri Medwedew als Präsident in den Kreml.

49 Prozent sprachen sich hingegen für die dritte Variante aus: „in Sechs Jahren sollte jemand anderes Putin als Präsident ablösen“. Wer dieser Jemand sein könnte, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt allerdings absolut unklar - sicher ist nur, dass Putin dann 66 Jahre alt und davon 18 Jahre als Präsident bzw. Premierminister die Staatsführung innegehabt haben wird.

ER-Sprecher Issajew lässt sich vom Ende der ewigen Treue des russischen Volkes zu seinem Langzeit-Präsidenten nicht bange machen: Die Unterstützung für Putin könne durchaus auf 90 Prozent hochschnellen, meint er – etwa wenn „morgen Krieg ausbricht zwischen Israel und Iran und Putin es verhindern kann, dass Russland in diesen Konflikt mit hineingezogen wird“.



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Matthias 24.08.2012 - 12:03

Gut, jetzt wissen wir wenigstens schon, dass es zwischen Israel und dem Iran Krieg geben wird. Oder sonstwas in der Richtung, damit Putin wieder gewählt wird ;-)


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