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Russland könnte in Zukunft Uran für den Iran anreichern. (Foto: newsru.com)
Russland könnte in Zukunft Uran für den Iran anreichern. (Foto: newsru.com)
Freitag, 02.10.2009

Urananreicherung für Iran in Zukunft in Russland?

Genf. In die Atomgespräche mit dem Iran kommt neue Bewegung. Teheran und Washington sitzen erstmals seit 20 Jahren an einem Tisch. Das Uran für Irans Atomprogramm wird möglicherweise in Russland angereichert.

Die internationalen Gespräche über das iranische Atomprogramm sind am Donnerstag nach über einjähriger Pause wieder aufgenommen worden. Nachdem der neue US-Präsident Barack Obama Iran signalisiert hatte, frischen Wind in die angespannten Beziehungen bringen zu wollen, sieht es tatsächlich nach einem Neuanfang aus.

Russland könnte dabei eine große Rolle spielen, denn der schon seit Längerem im Raum stehende Vorschlag, die Urananreicherung für das friedliche iranische Atomprogramm in Russland vorzunehmen, steht jetzt ganz oben auf der Tagesordnung.

Russland als Garant für mehr Sicherheit


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• Russland will ein Viertel des Weltmarktes f Atomenergie (23.07.2009)
• USA verzichten auf Raketenabwehrschirm in Osteuropa (10.07.2009)
• Russisches AKW Bushehr im Iran soll im Sommer anlaufen (05.03.2009)
• Iran-Politik: Moskau soll Teheran für Waffen verkaufen (15.07.2008)
Dies betonte ein hoher US-Beamter: „Russland hat bestätigt, die Anreicherung des Urans zu übernehmen; die Franzosen führen den Prozess dann zu Ende.“ Und: „Damit könnte der iranische Vorrat an gering angereichertem Uran, der zu so viel Unruhe im Nahen Osten führt, merklich vermindert werden.“

Schon vor Monaten habe sich Iran an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) mit der Bitte gewandt, die Anreicherung von Uran im Land selbst zu genehmigen. Erst letzte Woche war bekannt geworden, dass Teheran eine zweite Urananreicherungsanlage im Bau hat.

Russland und die USA traten daraufhin mit dem Vorschlag an die Öffentlichkeit, die Anreicherung des Urans für iranische Atomkraftwerke in Russland vorzunehmen. Dies könnte einerseits die friedliche Nutzung der Kernenergie im Iran sicherstellen und andererseits zur Beruhigung in der Region führen, in der die Angst vor möglichen iranischen Atomwaffen umgeht.

Iran erklärte sich einverstanden, in den kommenden zwei Wochen Inspekteure in die neue Anreicherungsfabrik zu lassen. Am 18. Oktober werden die Verhandlungen in Wien fortgesetzt. US-Außenministerin Hillary Clinton wartet nach eigenen Worten nun darauf, wie schnell der Iran die „getroffenen Vereinbarungen erfüllt“.

Erstes Treffen seit 1979


Als Durchbruch kann das Treffen aber schon jetzt bezeichnet werden, denn erstmals seit 1979 haben der Iran und die USA zusammen an offiziellen Gesprächen teilgenommen, denn1980 hatte die USA die diplomatischen Beziehungen zu Teheran abgebrochen.

Am Rande der Verhandlungen in Genf war es gestern zu einer Begegnung zwischen US-Staatssekretär William Burns und dem iranischen Atomunterhändler Said Dschalili gekommen. Dies ist ein gutes Zeichen für den zukünftigen Dialog.



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