Videokameras sollen für Sicherheit im Zugverkehr sorgen
Moskau/St. Petersburg. Nach dem Terrorakt gegen den Newski Express wird die Strecke zwischen den beiden russischen Hauptstädten mit Videokameras ausgestattet. Es gibt inzwischen Phantombilder der Tatverdächtigen.
In den kommenden fünf Jahren soll die Zugstrecke zwischen Moskau und St. Petersburg flächendeckend mit Videokameras versehen werden, denen keine Bewegung auf der Trasse entgeht. Dies teilte ein Vertreter der Russischen Eisenbahnen (RZD) am Donnerstag mit.
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf circa drei Milliarden Rubel (etwa 70 Millionen Euro). In diesem Jahr seien bereits einzelne Abschnitte ausgerüstet worden, die Arbeiten würden fortgesetzt und etwa fünf Jahre in Anspruch nehmen.
Drei Männer und eine Frau
Nach Zeugenaussagen wurden jetzt vier Phantombilder der möglicherweise an der Sprengung des Zuges Beteiligten angefertigt. Es soll sich dabei um drei Männer und eine Frau handeln, die vermutlich in der Nähe des Tatorts ein Haus belegt hatten.
Auto mit Sprengstoff in Karelien gefunden
Derweil wurde an einer Eisenbahnstation in der Nähe der karelischen Hauptstadt Petrosawodsk ein Wagen mit Sprengstoff und Waffen sichergestellt. Genaueres ist bisher nicht bekannt.
Bei dem Anschlag am Freitagabend starben 26 Insassen des Schnellzugs Newski Express, 106 wurden verletzt. Zehn Personen schweben noch immer in Lebensgefahr.
Von Schnee und Eis befreit sind Strom und Bäche. Noch gibt es reichlich Schnee, doch das Tauwetter hat in einigen Teilen Russlands schon eingesetzt. In diesem Jahr werden wegen des vielen Schnees Überflutungen befürchtet. (Topfoto: Ballin/.rufo)