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| Russland und Iran kooperieren eng beim Bau eines AKW in Bushehr (Foto: TV) | |
Donnerstag, 08.06.2006
Verhandlungsbereitschaft Irans ein Erfolg Russlands
Moskau. Russland kann sich bestätigt fühlen. Irans Präsident Ahmadinedschad hat erstmals Verhandlungsbereitschaft im Atomstreit signalisiert. Damit scheint die Diplomatie zu siegen.
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Der Atomkonflikt zwischen Iran und der westlichen Welt tobt schon mehrere Monate lang. Teheran hatte in dem Streit stets sein Recht auf die Entwicklung einer friedlichen Atomtechnologie betont, westliche Politiker beschuldigten den Iran, heimlich an einem militärischen Atomprogramm zu arbeiten.
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Nach mehreren erfolglosen Verhandlungsrunden wurden die Gespräche zwischenzeitlich ausgesetzt. Die USA drohten dem Mullah-Regime daraufhin mit Sanktionen bis hin zu militärischen Schritten.
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Russische Forderung: Keine Gewalt
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Die UN-Vetomächte Russland und China hatten sich jedoch stets gegen gewaltsame Aktionen gegen den Iran ausgesprochen. Russlands Außenminister Sergej Lawrow plädierte vielmehr dafür, Teheran durch Angebote an den Verhandlungstisch zurück zu holen. Auch die EU-Troika (Großbritannien, Frankreich, Deutschland) hatte sich für einen letzten diplomatischen Versuch ausgesprochen.
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Die nun erarbeiteten und an den Iran übergebenen Kompromissvorschläge im Atomstreit sehen sowohl eine Kooperation im wirtschaftlichen Bereich als auch bei der Entwicklung der zivilen Atomnutzung vor.
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Vorschläge von Russland mitgeprägt
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Einzelheiten wurden zwar nicht bekannt gegeben, doch Lawrow gab zu verstehen, dass die russischen Vorschläge in das Gesamtpaket eingeflossen seien. Russland hatte u.a. angeboten, selbst die Urananreicherung für den Iran (und weitere Länder) zu übernehmen, um so eine größere internationale Kontrolle über das Atomprogramm zu gewährleisten. Außerdem sollen inoffiziellen Angaben zu Folge dem Iran begrenzte Aktivitäten im Atomsektor zugestanden worden sein.
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Nach der Entgegennahme der Vorschläge hat Irans Präsident nun Gesprächsbereitschaft signalisiert. Das Angebot bezeichnete er als ein Nachgeben des Westens. Er sei seinerseits nun bereit, in Gesprächen Missverständnisse auszuräumen, die die gegenseitigen Beziehungen belastet hätten.
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(ab/.rufo)
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