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| Igor Linschiz, Chef des Neftjanoj-Konzerns (foto: compromat.ru/newsru) | |
Freitag, 27.01.2006
Bankier Linschiz zur Fahndung ausgeschrieben
St. Petersburg. Gegen Igor Linschiz, Chef des „Neftjanoj“-Konzerns, wurde Haftbefehl erlassen. Er soll illegale Einnahmen in Höhe von 1,66 Mrd. Euro erzielt haben. Kritiker sehen hinter dem Fall politische Gründe.
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Linschiz weiche den Ermittlern aus. Deshalb sei er zur Fahndung ausgeschrieben worden, so die Staatsanwaltschaft. Aus Linschiz’ Büro verlautete, dieser sei gegenwärtig in Urlaub.
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Bank soll im großen Stil schwarze Gelder bewegt haben
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Die Staatsanwaltschaft behauptet, dass Linschiz „in einer organisierten Gruppe illegale Bankoperationen vorgenommen hat und im Ergebnis 57 Milliarden Rubel Gewinn (ca. 1,66 Mrd. Euro) erwirtschaftet“ habe. Ein geringer Teil davon, 610 Millionen Rubel, sei von Linschiz legalisiert worden.
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Im Dezember letzten Jahres war die zum Neftanoj-Konzern gehördende gleichnamige Bank mehrfach durchsucht worden. Dabei sollen Dokumente und Stempel von etwa 20 Unternehmen sicher gestellt worden sein, über die die Bank Geldwäscheoperationen und illegale Transaktionen abgewickelt habe.
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Neue Oligarchen-Jagd wegen Unterstützung liberaler Politik?
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Nach den Durchsuchungen verließ mit dem liberalen Ex-Politiker Boris Nemzow das prominenteste Vorstandsmitglied den Konzern. Nemzow begründete seien Schritt damit, dass er das Unternehmen seines Freundes Linschiz aus der Schusslinie nehmen wolle.
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Die liberale Politikerin Irina Chakamada äußerte den Verdacht, dass es sich bei dem Fall nicht nur um Ermittlungen wegen Wirtschaftskriminaliät, sondern auch um Politik handele.
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Nemzow habe bei seinem Abschied von „Neftanoj“ von politischen Druck seitens der Staatsmacht gesprochen. Nemzows erzwungener Abgang und der für die Bank-Branche eher ungewöhnliche Haftbefehl gegen den Konzern-Chef Linschiz seien „Glieder einer Kette“, so Chakamada.
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(ld/.rufo)
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