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Nahe der russlanddeutschen Siedlung Neudorf entsteht ein Technopark. Foto: ld/rufo
Nahe der russlanddeutschen Siedlung Neudorf entsteht ein Technopark. Foto: ld/rufo
Mittwoch, 30.11.2005

Petersburg bekommt High-Tech-Zone

St. Petersburg. Am südwestlichen Stadtrand von St. Petersburg wird eine Sonderwirtschaftszone entstehen. Dies beschloss am Montag das russische Wirtschaftsministerium. Die Mitbewerber haben das Nachsehen.

An dem landesweiten Wettbewerb um die Vergabe von zollfreien Wirtschaftszonen hatten sich 47 Regionen beteiligt, die insgesamt 72 Projekte vorlegten. St. Petersburg schickte gleich zwei Vorhaben ins Rennen – neben dem Technopark in Neudorf-Strelna schlug die Stadtregierung ein Gewerbegebiet im Südosten der Stadt unweit der Siedlung Metallostroj vor.

Ein Investor ist bereits zur Stelle

Auf einem Gebiet von 450 Hektar sollten dort Zuliefererbetriebe für internationale Großunternehmen wie Toyota, Bosch, Electrolux u. a. entstehen. Die russische Regierung fand die Entwicklung moderner Technologien jedoch aussichtsreicher und gab Neudorf den Zuschlag.

Bei Russland-Aktuell
• Neudorf-Strelna: Hängepartie statt neuer Heimat (04.07.05)
• Bosch erster Investor im deutschen Industriepark? (08.12.04)
Dort ist bereits ein Investitions-Interessent zur Stelle – das finnische Unternehmen Technopolis ist bereit, einen Technopark für 200 Millionen US-Dollar aus dem 160 Hektar großen Boden unweit der russlanddeutschen Siedlung Neudorf-Strelna zu stampfen.

Im Smolny herrscht natürlich große Freude. Nachdem Wirtschaftsminister German Gref (übrigens selbst ein Russlanddeutscher) die Entscheidung verkündet hatte, kommentierte Wladimir Blank, Vorsitzender des Stadtkomitees für Wirtschaftsentwicklung, gerade eine „Zone für technologische Entwicklung entspricht am besten dem Potential und den Interessen von Petersburg“.

Außer in Neudorf werden weitere High-Tech-Zonen auch in der Moskauer Trabantenstadt Selenograd, dem Physiker-Städtchen Dubna an der Wolga und im sibirischen Tomsk entstehen.

Ust-Luga hat das Nachsehen

Im Leningrader Gebiet, wo sich das durch den Bau eines neuen Hafens bekannt gewordene Ust-Luga um die Einrichtung einer Sonderwirtschaftszone beworben hatte, ist man trotz der Absage guter Hoffnung. Aus der Gebietsregierung verlautete, im nächsten Jahr würde sich dieses Projekt einfach noch einmal bewerben.

Zudem werde ein zweites Projekt entwickelt, berichtet die Tageszeitung „Kommersant“. Dieses soll ganz im Westen des Leningrader Gebiets an der Mündung des Flusses Luga in den Finnischen Meerbusen entstehen.

(-sb/rufo)


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