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| Das Archiv für Literatur und Kunst in Moskau wurde das jüngste Opfer eines Millionenraubs (Foto: RGALI) | |
Freitag, 11.08.2006
Diebstahlserie in Russlands Museenwelt
Moskau. Der Kunstraub in der Eremitage ist noch nicht völlig aufgeklärt, schon erschüttert ein neuer Diebstahl Russlands Kunstszene. Aus dem Staatsarchiv für Literatur und Kunst wurden Bilder im Millionenwert geraubt.
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Über 700 Arbeiten des russischen Architekten und Malers Jakow Tschernichow (1889 – 1951) wurden entwendet. Gefunden wurden bisher lediglich 274 Bilder und auch das eher zufällig. Sie sollten bei der Londoner Auktion Christie’s versteigert werden. Geschätzter Wert über eine Million Euro.
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Duch die Intervention der russischen Kulturschutzbehörde und des Tschernichow-Fonds wurde die Auktion verhindert und die Bilder gelangten in den Bestand der Galerie zurück. Eine Überprüfung ergab danach, dass etwa 80 Prozent des Bildbestandes gestohlen und durch Kopien ersetzt wurde.
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Wie auch im Fall des Kunstraubes in der Eremitage werden Angestellte des Archivs verdächtigt den Raub durchgeführt zu haben. Der Enkel des Künstlers, Andrej Tschernichow, beschuldigte sogar seinen eigenen Verwandtenkreis in die Tat verwickelt zu sein. Immerhin hatten diese fast unbeschränkten Zugang zu den Kunstwerken.
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Putin ordnet umfassende Revision der Museumsbestände an
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Russlands Präsident Wladimir Putin ordnete nach dem Bekanntwerden der Diebstahlserie eine Überprüfung der gesamten Bestände aller russischen Museen an. Innen- und Kulturministerium, der Inlandsgeheimdienst FSB und die Staatsanwaltschaft wurden mit der Arbeit beauftragt. Bis zum 1. September soll die Revision abgeschlossen sein.
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Um derartige Vorfälle in Zukunft zu vermeiden, sollen die Angestellten von Museen künftig schärfer unter die Lupe genommen werden. Die Führung der Eremitage, die Opfer des ersten Kunstdiebstahls war, will im nächsten Jahr 150 Mio. Rubel (4,4 Mio. Euro) für die Erhöhung der Sicherheit ausgeben. So soll ein elektronisches System künftig den Besuch von Mitarbeitern im Museumsdepot fixieren. Neben der schärferen Kontrolle ist aber auch eine höhere Bezahlung für die Angestellten vorgesehen.
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(ab/.rufo)
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