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Dienstag, 15.05.2007
Ölmagnat soll Russland um 2,7 Milliarden betrogen haben
Moskau. Das Untersuchungskomitee des russischen Innenministeriums wirft dem Mehrheitsaktionär des Ölkonzerns „RussNeft“ Michail Guzerijew illegale Unternehmertätigkeit vor. Laut russischen Medien wurde der steinreiche Oligarch unter Arrest gestellt.
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Außerdem, so die Berichte, musste er mit seiner Unterschrift versichern, jederzeit für weitere Befragungen zur Verfügung zu stehen. Guzerijew selbst bestreitet sowohl die Vorwürfe als auch die Maßnahmen der Behörden.
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Mit derselben Begründung soll auch Anklage gegen drei Topmanager von Guzerijews Konzern „RussNeft“ erhoben worden sein. Illegale Unternehmertätigkeit wird dem Vizepräsident von „RussNeft“ Sergej Bachir sowie den Geschäftsführern der Tochterunternehmen „Nafta-Uljanowsk“ Viktor Kurotschkin und „UljanowskNeft“ Igor Jelanski vorgeworfen. Den vier Angeklagten drohen bis zu fünf Jahre Haft.
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Die beiden zuletzt genannten Tochterunternehmen sollen laut dem Ermittler in den Jahren 2003 bis 2005 Öl gefördert und dabei die staatlichen Lizenzbestimmungen verletzt haben. Der materielle Schaden für den russischen Staat wird vom Ermittler auf 2,7 Milliarden Rubel beziffert (rund 80 Millionen Euro).
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Auf Seiten des Konzerns wird behauptet, den Ergebnissen der Ermittler lägen Rechenfehler zugrunde. So sei die in den Jahren 2003 bis 2005 angefallene angebliche Schadenssumme auf der Grundlage der heute geltenden Weltmarktpreise für Öl berechnet worden.
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Zudem sei der Ermittler von der Gewinnsumme vor Steuern ausgegangen und auch der betriebliche Aufwand sei nicht berücksichtigt worden.
(cj/.rufo/Moskau)
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