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Donnerstag, 26.04.2007
Estland hat mit Denkmals-Abbau in Tallinn begonnen
Tallinn. In der Nacht auf Donnerstag haben die estnischen Behörden mit Vorbereitungen zur Demontage des sowjetischen Kriegerdenkmals in der Tallinner Innenstadt begonnen. Spezialeinheiten der Polizei räumten den Platz um den „Bronze-Soldaten“.
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Die dort Nachtwache haltenden Abriss-Gegner wurden gegen 4.30 Uhr abgedrängt. Eine Frau wurde dabei verletzt und kam mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus. Das Denkmal wurde eingezäunt.
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Nach Angaben des estnischen Verteidigungsministeriums sollen zunächst die unter dem Denkmal liegenden Toten exhumiert und, soweit möglich, identifiziert werden. Nach offizieller sowjetischer Darstellung liegen dort in einem Massengrab 13 Sowjetsoldaten begraben, die bei der Befreiung Tallinns von den deutschen Besatzern gefallen sind. Ihre Namen waren früher an dem Monument angeschrieben.
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Der estnische Ministerpräsident Andrus Ansip erklärte in einem auf russisch geführten Radiointerview, das Denkmal selbst werde auch noch am 8. und 9. Mai, den Jahrestagen des Kriegsendes, stehen, da seine Demontage so schnell nicht zu bewerkstelligen sei.
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Laut Ansip wurden unter dem Denkmal aber keine 13 Soldaten bestattet, sondern nur zwei, die im September 1944 betrunken von ihrem eigenen Panzer überrollt worden seien. Nach dem Sturm Tallinns hätte es unter den russischen Truppen ein Saufgelage gegeben.
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Im Umlauf sind aber auch andere Versionen, wonach die dort Bestatteten entweder erschossene Plünderer oder verstorbene Patienten eines nahen Krankenhauses gewesen seien.
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Die estnische Regierung will das im Stadtzentrum stehende Monument demontieren und auf einem sowjetischen Soldatenfriedhof wieder aufbauen lassen. Um dies möglich zu machen, wurde ein spezielles Gesetz erlassen. Gegen den Denkmalsabbau protestieren vehement sowohl Vertreter der russischen Gemeinde in Estland als auch die russische Regierung.
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(ld/rufo/St.Petersburg)
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