|
Dienstag, 03.04.2007
Iwanow fordert zum Boykott estnischer Waren auf
Moskau. Russlands Erster Vizepremier Sergej Iwanow hat die russischen Bürger wegen des „Denkmalstreits“ zu einem Boykott Estlands aufgerufen. „Kaufen Sie keine estnischen Waren“, sagte Iwanow vor russischen Kriegsveteranen. Auch als Urlaubsziel sei von Estland abzuraten.
|
|
Es ginge dabei nicht um staatliche Sanktionen, sondern um eine „bürgerliche Position“, so der frühere russische Verteidigungsminister.
|
Die Russen könnten durch eine Verzicht auf estnische Milchprodukte ihren Protest gegen die von der estnischen Regierung geplante Demontage und Versetzung des sowjetischen „Befreierdenkmals“ in Tallinn ausdrücken. „Ich rufe nicht zum Boykott auf“, sagte Sergej Iwanow, um laut Itar-Tass den Satz mit den Worten „Aber wenn den russischen Bürgern die Politik der estnischen Führung nicht gefällt, dann muss man nicht deren Produkte kaufen“ fortzusetzen.
|
„Fahren Sie nicht nach Estland, fahren Sie in unser Kaliningrad“ lautete eine weitere Aufforderung Iwanows in Sachen Tourismus.
|
Darüberhinaus sprach sich Iwanow für eine beschleunigte Fertigstellung des russischen Ostseehafens Ust-Luga aus, um, so wörtlich, den estnischen Staatshaushalt nicht länger mit Transiteinnahmen zu füttern. 85 Prozent der in estnischen Häfen umgeschlagenen Güter seien russische Transitfrachten, so der Vizepremier.
(ld/rufo/St.Petersburg)
|
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>