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Mittwoch, 28.11.2007
Georgien: Okruaschwili in Berlin festgenommen
Berlin. Der frühere georgische Verteidigungsminister Irakli Okruaschwili ist gestern Abend in Berlin verhaftet worden. Die Berliner Staatsanwaltschaft erklärte heute, dass ein Festnahmeersuchen der georgischen Behörden vorläge.
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Der vom Saakaschwili-Gefolgsmann zum Gegner gewandelte Okruaschwili wird von den georgischen Behörden offiziell des Amtsmissbrauchs und der Unterschlagung bezichtigt. Er war Ende September zunächst festgenommen, nach zwölf Tagen dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden.
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Zuvor hatte er in einem im Fernsehen gezeigten Verhör seinen früher geäußerten Vorwurf zurückgenommen, Präsident Saakaschwili hätte Mordbefehle erteilt und einen Krieg gegen Südossetien vorbereitet.
Danach verschwand der schon als aussichtsreicher Oppositionsführer geltende Okruaschwili in der politischen Versenkung. Kurz vor den schweren Unruhen in Tiflis Anfang November verließ er Georgien und reiste nach Deutschland.
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Während die georgischen Behörden erklärten, sie hätten dem Ex-Minister die Ausreise zu einer ärztlichen Behandlung gestattet, stellte Okruaschwili seine Abreise als erzwungen dar: Die Staatsführung wollte so verhindern, dass er bei den Kundgebungen gegen Saakaschwili auftritt, sagte er.
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Die deutsche Behörde erklärte, dass sie die juristische Berechtigung des georgischen Auslieferungsbegehrens nun auf der Grundlage des europäischen Auslieferungsabkommens prüfen werde. (ld/rufo/St.Petersburg)
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