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Dienstag, 24.02.2009
Häftling Chodorkowski auf dem Weg nach Moskau
Moskau. Die beiden inhaftierten ehemaligen Haupt-Inhaber des Yukos-Konzerns, Michail Chodorkowski und Platon Lebedew, sind vermutlich bereits von Tschita nach Moskau unterwegs. Dort soll ihnen in Kürze ein zweiter Prozess wegen weiterer Wirtschaftsvergehen gemacht werden.
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Chodorkowski-Anwalt Igor Saposchnikow geht davon aus, dass die beiden prominenten Häftlinge bereits am Freitag Nachmittag aus Ostsibirien abtransportiert wurden. An diesem Tag wurde einem Rechtsbeistand Lebedews ein Treffen mit seinem Mandanten im Untersuchungsgefängnis von Tschita verweigert.
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Am Samstag verweigerte das Gefängnispersonal dann auch ohne Nennung von Gründen die Annahme von Warenpaketen für die beiden ehemaligen Milliardäre.
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Die Gefängnisbehörden verweigerten am Wochenende sowohl den Medien wie auch den Anwälten Informationen über den Aufenthaltsort oder den geplanten Ablauf der Gefangenenüberführung. Derartige Informationen seien dienstliche Interna, hieß es. Die Verteidiger und die Familienangehörigen würden informiert, sobald die Häftlinge an angekommen seien.
Dies kann allerdings auch dauern: Michail Chodorkowski war nach seiner Verurteilung in einem Spezialwaggon per Eisenbahn nach Ostsibirien transportiert worden, was einige Tage in Anspruch nimmt. Ob die Behörden diesmal eine Überführung per Flugzeug organisiert haben, ist noch offen.
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Chodorkowski und Platon Lebedew werden in dem neuen Verfahren beschuldigt, sich auf betrügerische Weise fast 1000 Mrd. Rubel (ca. 22 Mrd. Euro) angeeignet und 450 Mrd. Rubel (10 Mrd. Euro) illegaler Einkünfte „gewaschen“ zu haben.
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