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Mittwoch, 30.01.2008
Heute Entscheidung: Bekommt Putin Posten bei Gazprom?
Moskau. Heute fällt eine wichtige Vorentscheidung, ob Wladimir Putin nach dem Ende seiner Präsidentenamtszeit den Posten des Aufsichtsrats-Vorsitzenden beim Energiegiganten Gazprom übernimmt – anstelle seines designierten Nachfolgers Dmitri Medwedew.
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Heute um Mitternacht endet die Meldungsfrist für die Aufstellung der Kandidaten zur Wahl eines neuen Aufsichtsrates. Gewählt wird das zehnköpfige Gremium aber erst am 27. Juni auf der nächsten Aktionärsversammlung. Es besteht aus vier Staatsvertretern, vier Gazprom-Gesandten und zwei unabhängigen Fachleuten.
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Am 4. Februar soll die Kandidatenliste offiziell bestätigt werden. Schon jetzt umfasst sie 42 Namen und im Laufe des Tages können noch weitere hinzukommen, schreibt heute der „Kommersant“. Ob Wladimir Putin bereits darunter ist, wurde nicht mitgeteilt.
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Der jetzige Erste Vizepremier Dmitri Medwedew sitzt dem Aufsichtsrat des halbstaatlichen Gasgiganten bereits seit dem Jahr 2000 vor – lediglich 2001 überließ er den Posten vorübergehend dem Ex-Gazprom-Vorstandschef Rem Wjachirew. Für den Fall seiner Wahl zum Präsidenten am 2. März (der als gesichert gelten darf) hat er angekündigt, dass er das Amt niederlegen werde.
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Damit wäre im Prinzip der Weg frei, dass Putin – der „unter“ Medwedew voraussichtlich den Premier-Posten übernimmt – in einer Rochade auch den Oberaufseher-Posten bei dem staatstragenden Konzern bekommt.
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Dagegen spricht eigentlich nur eines: Putin selbst hat 2006 bei einer Pressekonferenz diese Möglichkeit für sich selbst bereits ausgeschlossen – allerdings war dabei nur ungenau von der Rolle als „Gazprom-Chef“ die Rede.
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Auf eine entsprechende Journalistenfrage antwortete er: „Danke für das Job-Angebot. Aber ich kann kaum irgendeine Business-Struktur führen. Weder vom Charakter her, noch aufgrund meiner bisherigen Lebenserfahrung fühle ich mich zum Geschäftsmann berufen.“
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