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Donnerstag, 17.05.2007
Matwijenko schickt Beamte in öffentliche Verkehrsmittel
St. Petersburg. Die Petersburger Gouverneurin Valentina Matwijenko hat verfügt, dass alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung an einem Tag im Monat auf Privat- und Dienstwagen verzichten und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit und zu Terminen fahren.
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Mit dieser Maßnahme soll bei den Beamten mehr Verständnis für die Probleme des überlasteten und – mit Ausnahme der Metro – notorisch im Stau steckenden Petersburger ÖPNV geweckt werden. „Sollen sie mal mit der stickigen Metro fahren oder in den vollgestopften Bussen“, meinte Matwijenko, die für sich persönlich keine Ausnahme machen will.
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„Fahrrad fahren geht auch – ein prima Idee!“, setzte sie für notorische Anhänger des Individualverkehrs auf einer Sitzung der Stadtregierung hinzu. Der Vorschlag einiger Beamter, den ÖPNV-Tag doch bitte auf eine Samstag zu legen, wies die Gouverneurin empört zurück. Ihre Pressesprecherin möge nun einen geeigneten Termin festlegen – nur nicht dienstags: „Sonst kommen alle zu spät zur Sitzung der Stadtregierung.“
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Der populistische Vorschlag der Gouverneurin geht damit formell weiter als eine Forderung der Autofahrer-Organisation „Avtoclub24“: Deren Generaldirektor Denis Schubin postuliert als Maßnahme zur Verkehrschaos-Erkenntnis die Parole „Spitzenbeamte selbst ans Steuer“ – das aber bitte täglich.
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Denn wer sich Chauffeur-gesteuert auf jeder Fahrt in Akten vertiefen könne und auch keine Parkplatznot kennt, der leide unter dem Verkehrschaos auch noch nicht genug, um sich Gedanken über dessen Lösung zu machen.
(ld/rufo/St.Petersburg)
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