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Freitag, 01.02.2008
Orthodoxe Kirche will Kinderschänder härter bestrafen
Moskau. Die orthodoxe Kirche tritt für ein härteres Vorgehen gegen Kinderschänder ein. „Strafen für Pädophilie und Kinderpornographie müssen hart und unabwendbar sein“, erklärte Kirchensprecher Wsewolod Tschaplin. Mögliche Kinderschänder müssten lange, „möglichst lebenslange“ von der Gesellschaft isoliert werden, meinte Tschaplin. Die orthodoxe Kirche reagierte damit auf einen, in der russischen Presse heiß diskutierten Fall.
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Der Boxer Alexander Kusnetzow hatte einen Kinderschänder, der gerade im Begriff war, seinen 8-jährigen Stiefsohn zu vergewaltigen, so schwer verprügelt, dass der Triebtäter an den Verletzungen starb. Dem Boxer droht nun eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung.
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Man könne die Reaktion des Vaters verstehen, erklärte Tschaplin dazu. Milde und Nachsicht mit Triebtätern vonseiten des Staates sei unzulässig. „Dann ständen Eltern wohl nicht vor der tragischen Entscheidung, vor die der Vater dieses Jungen gestellt wurde“, sagte der Kirchensprecher.
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Der Fall ist inzwischen auch schon zum Wahlkampfthema geworden. Der für die Demokratische Partei Russlands antretende Präsidentschaftskandidat Andrej Bogdanow hat vorgeschlagen, Pädophile strafrechtlich mit Mördern gleichzusetzen und den Boxer Kusnetzow freizusprechen.
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