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Mittwoch, 11.07.2007
Polen bereit, Truppen nach Georgien zu schicken
Warschau. Polens Verteidigungsminister Alexander Szczyglo erklärte, dass sein Land bereit sei, Truppen in die Konfliktgebiete Abchasien und Südossetien zu schicken, wenn es gewünscht sei. Zugleich deutete er im Denkmalstreit mit Russland ein Einlenken ein.
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"Unsere Blauhelmsoldaten sind im Irak, in Afghanistan und im Libanon. Damit sie an einer Mission in Georgien teilnehmen können, ist ein ausreichendes Mandat und die Einladung des betreffenden Landes das Wichtigste", erklärte Szczyglo. Derzeit dienen in der Konfliktzone vor allem russische Friedenstruppen.
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Georgien würde die russischen Soldaten lieber heute als morgen gegen andere Blauhelmträger austauschen, da Tiflis Moskau verdächtigt, die abtrünnigen Republiken zu unterstützen. Für ein UN-Mandat ist allerdings die Zustimmung des Sicherheitsrates notwendig. Dort hat Russland als ständiges Mitglied ein Vetorecht.
Im Streit zwischen Warschau und Moskau um die Umbettung sowjetischer Soldaten kündigte der polnische Verteidigungsminister ein Einlenken an. Zwar sollen alle kommunistischen Denkmäler in Polen abgerissen werden, doch Soldatengräber würden davon nicht betroffen, versprach Szczyglo. "Niemand wird sie anrühren", erklärte der Minister.
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In einer anderen Streitrage hingegen beharrte er auf seinem Standpunkt. Polen will nach wie vor das umstrittene Raketenabwehrsystem auf seinem Boden stationieren. Der Schild sei gegen die Länder gerichtet, die in Zukunft Raketen großer Reichweite haben werden, erklärte der Verteidigungsminister. Das könnten Nordkorea und der Iran sein, fügte er hinzu. Moskau empfindet die Stationierung eines Raketenschirms in Europa als Bedrohung der eigenen Sicherheit und hatte daher den Amerikanern vorgeschlagen, darauf zu verzichten und stattdessen gemeinsam in Aserbaidschan und der Türkei die Systeme aufzustellen.
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(ab/.rufo/Moskau)
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