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Mittwoch, 28.11.2007
Putin vor Diplomaten: Finger weg von unserer Demokratie
Moskau. Wladimir Putin hat offenbar eine neue diplomatische Tradition im Kreml eingeführt: Erstmals waren heute zu einem Empfang im Kreml alle Leiter der in Moskau akkreditierten 163 Botschaften geladen. Vor den versammelten Botschaftern erklärte er, dass Russland keine äußeren Einmischungen in seine politischen Entwicklungen tolerieren werde.
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„Wir haben alles getan, um Russland von inneren Erschütterungen zu befreien und es auf einen stabilen Kurs der evolutionären Entwicklung gebracht. Wir dulden es nicht, wenn dieser Prozess von außen korrigiert wird“, erklärte Putin geradezu undiplomatisch direkt vor dem ehrenwerten Publikum im Georgs-Saal.
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In seiner 15 Minuten dauernden Rede betonte Putin ansonsten den demokratischen Charakter des russischen Staatssystems. Dabei genieße die Gewährleistung der Menschenrechte und persönlichen Freiheiten Priorität, damit jeder Bürger seine Fähigkeiten voll entfalten könne, so Putin.
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Als Bestandteil der russischen Demokratie nannte Putin auch „ehrliche und offene Wahlen“, die organisatorisch und technisch reibungslos verliefen. Das Ergebnis der jetzt anstehenden Duma-Wahlen sei entscheidend für die gesellschaftliche und politische Stabilität im Lande- die ihrerseits für die ganze Welt von Bedeutung sei.
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Der Empfang für das gesamte Moskauer diplomatische Corps ist ein Novum. Bislang begrüßte der russische Präsident immer nur die im Laufe des Jahres neu akkreditierten Botschafter.
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Während seiner achtjährigen Amtszeit hatte er auf diese Weise allen gegenwärtigen Missions-Chefs mindestens einmal schon die Hand gegeben.
(ld/rufo/St.Petersburg)
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