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Montag, 17.11.2008
Russland morgen: Prozesse, Proteste und Golodomor
Moskau. Vor dem Militärgericht des Moskauer Militärbezirks werden am Dienstag die Geschworenen für den weiteren Prozess im Mordfall Anja Politkowskaja bestimmt. Im sibirischen Tschita befasst sich ein Gericht mit der Frage, ob Michail Chdorkowski mehr Zeit für das Aktenstudium in seinem zweiten Strafverfahren bekommen kann. In Kiew beginnen die Gedenkveranstaltungen für die Hungerwinter 1932/33, den "Golodomor".
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Zu den Gedenkveranstaltungen war auch der russische Präsident Dmitri Medwedew eingeladen worden, er hatte die Einladung aber ausgeschlagen.
Medwedew kritisierte, das Gedenken an die Hungerwinter 1932/1933 (Golodomor) werde vom ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko politisch im Sinne des ukrainischen Nationalismus instrumentalisiert. Tatsächlich hätten alle Völker der Sowjetunion unter den Folgen der Zwangskollektivierung gelitten.
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In Kiew werden im "Ukrainski Dom" am Kreschtschatik 2 verschiedene Ausstellungen und Dokumentationen eröffnet und unter Teilnahme von Juschtschenko ein "Buch des Gedenkens" präsentiert.
Nach ukrainischen Angaben waren in den beiden Jahren in der Ukraine zwei bis drei Millionen Menschen an Hunger und Kälte verstorben. In anderen Teilen der Sowjetunion starben vermutlich vier bis fünf Millionen.
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In Moskau beginnt der Besuch des zypriotischen Präsidenten Dimitrias Christofias, der sich für eine Überwindung der Spaltung Zyperns einsetzt.
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In Genf gehen die Diskussionen auf dem internationalen Kaukasus-Forum weiter, zu dem jetzt auch Delegationen aus Abchasien und Südossetien offiziell eingeladen sind.
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