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Dienstag, 12.02.2008
Wehrdienstverkürzung: Mehr Schinderei in Sicht
Moskau. Im Zusammenhang mit der Verkürzung des Wehrdienstes in der Armee auf ein Jahr erwartet die Militärstaatsanwaltschaft ein Ansteigen der Rekrutenschinderei, weil „drei Kategorien aufeinander stoßen“.
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Gleichzeitig würden nun Soldaten Dienst leisten, die für zwei, anderthalb und ein Jahr einberufen wurden. Militärstaatsanwalt Sergej Fridinski sieht dadurch ein Ansteigen des unrechtmäßigen Verhaltens von Vorgesetzten und länger Dienenden gegenüber Neulingen so gut wie vorprogrammiert.
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Warum 2007 so viele Wehrdienstleistende Selbstmord begangen, konnte Fridinski nicht sagen. Die Rekrutenschinderei sieht er allerdings als Nebenursache an und nennt vor allem familiäre und soziale Probleme als Gründe.
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2007 hatten 224 Soldaten ihrem Leben ein Ende gesetzt, sieben Prozent mehr als 2006. Dies war fast die Hälfte aller Todesfälle bei der Armee. Fridinski kündete an, 2008 werde eine große wissenschaftliche Untersuchung dieses Phänomens geben.
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Der Militärstaatsanwalt weist weiter darauf hin, dass im letzten Jahr für verschiedene Vergehen 16 Generäle, 180 Oberste und 224 Offiziere zu teilweise langen Haftstraßen verurteilt wurden. „Die meisten davon müssen sieben bis acht Jahren Freiheitsstrafe verbüßen“, so Fridinski. Dabei handelte es sich vor allem um Amtsmissbrauch, Unterschlagung und Korruption.
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