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| Der armenische Airbus wurde beim Aufprall auf das Meer fast vollständig zerfetzt (foto: NTW/newsru) | |
Mittwoch, 26.07.2006
Airbus-Unglück vor Sotschi: Piloten verantwortlich
St. Petersburg. Ursache des Airbus-Absturzes Anfang Mai über dem Schwarzen Meer vor Sotschi war eine Reihe von Fehlern der beiden armenischen Piloten. Zu diesem Schluss kam jetzt die amtliche Untersuchungs-Kommission.
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113 Menschen waren ums Leben gekommen, als der Airbus A 320 der armenischen Armavia bei einem nächtlichen Schlechtwetter-Anflug auf den Flughafen von Sotschi abstürzte. Die Maschine versank im Schwarzen Meer einige Kilometer vor der Küste. Die Flugschreiber konnten erst nach drei Wochen aus der Tiefe geborgen werden.
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Technisch war die Maschine in Ordnung
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Der jetzt von der amtlichen Flugunfall-Untersuchungskommission vorgelegte Report macht für das Ünglück die Cockpit-Crew verantwortlich. Technische Defekte am Flugzeug lagen nicht vor, auch Treibstoff sei genug an Bord gewesen.
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Der Pilot habe den Anflug auf den Flughafen Adler in 340 Meter Höhe abgebrochen und hätte einen Steigflug und eine Kurve eingeleitet. Danach schaltete der Pilot den Autopiloten ab und übernahm das Steuer selbst. Beim Versuch, den Jet handgesteuert zu landen, achtete er aber nicht mehr hinreichend auf Fluglage und Flughöhe der Maschine.
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Es fehlte an Koordination und gegenseitiger Kontrolle im Cockpit
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Auch den Co-Piloten trifft dem Bericht zufolge ein Teil der Schuld. Er habe in dieser kritischen Situation die Kontrolle des Abstandes zum Boden vernachlässigt. Auch hätten beide Piloten ihre Handlungen nicht gebührend miteinander koordiniert.
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Deshalb sei es ihnen nicht mehr gelungen, die Maschine unter Kontrolle zu bekommen, als kurz vor dem Aufschlag auf das Wasser durch eine Automatik Alarm für eine gefährliche Bodenannäherung ausgelöst wurde. Das Notmanöver zum Höhengewinn sei zu spät gekommen.
Ein Grabkreuz aus Marmor für die Schwiegermutter
Wie kurz nach dem Unglück die Moskauer Tageszeitung "Komsomolskaja Prawda" berichtete, könnte gerüchteweise eine schwere Sonderfracht die Manövrierfähigkeit der Maschine beeinträchtigt haben. Es sei ein riesiges Grabkreuz aus schwarzem Marmor für die armenische Schwiegermutter eines leitenden Angestellten zugeladen worden. Dieses sei möglicherweise beim Landeanflug unter Schlechtwetterbedingungen verrutscht, schrieb das Boulevardblatt. Offizielle Kommentare dazu gab es nicht.
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Crash im Flugsimulator nachgestellt
Wie Russlands Verkehrsminister Igor Lewitin erklärte, wurde die Untersuchung des Unglücksverlaufs gemeinsam mit armenischen und französischen Spezialisten durchgeführt.
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Man habe dabei auch den Unglücksflug unter Grundlage der von den Flugschreibern aufgezeichneten Parametern in einem Flugsimulator nachgestellt.
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Im Juli kam es zu einen erneuten schweren Unglück mit einem Airbus in Russland: Eine Maschine der russischen Fluggesellschaft Sibir/S7 kam nach der landung in Irkutsk nicht zum Stehen und brannte aus, nachdem sie die Ummauerung des Flughafens durchbrochen hatte.
(ld/.rufo)
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