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| Neun tote und über 40 Verletzte forderte der Brand in einer Moskauer Hochschule (Foto: tv/newsru) | |
Mittwoch, 03.10.2007
Moskauer Unigebäude ausgebrannt: Neun Tote
Moskau. Ein Brand in einem Hochschulgebäude hat gestern neun Studenten das Leben gekostet. Die Ursache des Feuers ist noch ungeklärt, aber die hohe Opferzahl dürfte auf einen blockierten Notausgang zurückgehen.
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Der Brand wurde gestern gegen 12.30 Uhr in einer Filiale des "Moskauer Instituts für staatliche und Unternehmensverwaltung" (MIGKU) in der Uliza Maschinostroenija bemerkt. Das Feuer brach im vierten Stock des Hochschul-Gebäudes aus, in dem sich das Dekanat der Fakultät für Unternehmensverwaltung sowie Hörsäle befanden.
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Ein Knall am Anfang: Bombe oder Verpuffung?
Studenten und Lehrkräfte wurden durch eine lauten Knall auf dem Korridor alarmiert. Darafhin wälzte sich dicker öliger Qualm durch Räume. Den Studenten war der Fluchtweg zum Teil abgeschnitten: Das zweite Treppenhaus, das als Notausgang dienen sollte, war durch eine Metalltür verschlossen.
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Zahlreiche Eingeschlossene warteten deshalb auf den Fensterbrettern auf ihre Rettung durch die Feuerwehr, die bereits drei Minuten nach dem Notruf vor Ort war. Einige Verzweifelte versuchten auch zu springen oder an den Regenrohren herbazuklettern. Mindestens eine Person stürzte dabei zu Tode.
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Hubschrauber halfen beim Löschen
Der Brand des 1939 errichteten fünfstöckigen Gebäudes produzierte eine gewaltige Rauchwolke über dem Südosten Moskaus. Die Feuerwehr setzte zum Löschen auch Hubschrauber ein, die Wasser aus der Moskwa über dem Brandherd abwarfen.
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Bei dem Brand oder danach im Krankenhaus starben neun Studenten. Drei werden noch vermisst. Insgesamt wurden 45 Personen in Krankenhäuser eingeliefert.
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Die Universitätsleitung hält Brandstiftung oder einen Bombenanschlag für eine mögliche Ursache. Man habe in der Vergangenheit entsprechende Drohungen erhalten.
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Mängel beim Brandschutz waren bereits aktenkundig
Seitens der Feuerwehr und der Ermittlungsbehörden hält man dies aber eher für eine Schutzbehauptung, um die Verantwortung abzuwälzen: Das Gebäude war im August von Brandschutzexperten überprüft worden, dabei hatte man gravierende Mängel festgestellt.
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Sowohl der mit Hinweis auf die Notwendigkeit einer Zugangskontrolle blockierte Notausgang wie auch das Fehlen eines Brandmeldesystems wurden dabei moniert. Gegen die Hochschulleitung wurde auch ein Bußgeld verhängt. Allerdings stand die zweite Inspektion durch die Feuerwehr, bei der dann eine Nutzung des Gebäudes bis zur Behebung der Mängel hätte verboten werden können, erst im Laufe des Oktobers an.
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Bei der Feuerwehr geht man deshalb eher davon aus, dass der Brand durch eine Kurzschluss oder eine unvorsichtig weggeworfene Zigarette entstand. Da der Altbau mit seinen Holzdecken viele Hohlräume aufwies, hätte sich das Feuer zunächst eine halbe Stunde lang unbemerkt ausbreiten können, bevor es dann mit einer Verpuffung offen ausbrach.
(ld/rufo(/St. Petersburg)
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