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| "Der Preis der Wahrheit ist der Tod" lautet die Aufschrift auf einem Trauerplakat für Politkowskaja (Foto: newsru.com) | |
Montag, 08.10.2007
Staatsanwalt: Politkowskaja-Mord ist aufgeklärt
Moskau. Die Staatsanwaltschaft hat den Mord an der kritischen Journalistin Anna Politkowskaja als aufgeklärt bezeichnet. Die Ausführenden einschließlich des Killers und die Organisatoren seien verhaftet.
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Hinsichtlich der Auftraggeber gebe es aber nur „Vermutungen“, so Chefermittler Petros Garibjan vom Ermittlungskomitee der Staatsanwaltschaft.
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Gegenüber Politkowskajas letztem Arbeitgeber, der „Nowaja Gazeta“, erklärte er, dass der Behörde allerdings noch bevorstehe, die ganze Kette vom Auftraggeber bis zum Mordschützen aufzuarbeiten und für ein Gerichtsverfahren mit unumstößlichen Beweisen zu belegen.
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Zehn Tatverdächtige in Haft
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In Untersuchungshaft seien gegenwärtig zehn Verdächtige, gegen elf Personen habe die Behörde offiziell Beschuldigungen wegen einer Tatbeteiligung erhoben. Einzig gegen den bereits identifizierten Killer, der Politkowskaja im Treppenhaus ihres Moskauer Hauses erschoss, seien formal noch keine Beschuldigungen erhoben worden.
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Zwei Personen, die in Zusammenhang mit dem international Aufsehen erregenden Mord inhaftiert worden waren, seien wegen nachweislicher Nichtbeteiligung wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Darunter war ein Mann, der den Tätern seinen Lada ausgeliehen hatte ohne zu wissen, wofür diese das Auto benutzten.
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Zurückhaltung hinsichtlich des Hintermanns
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Was den Auftraggeber für den Mord angehe, gebe es bei der Staatsanwaltschaft eine „erstaunliche Vermutung“, so Garibjan. Mehr wolle er dazu aber nicht sagen.
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Generalstaatsanwalt Tschaika hatte sich im September nach der Bekanntgabe der Festnahmen in Andeutungen ergangen, dass Kreml-Feinde im Ausland hinter dem Anschlag stecken würden. Belege für diese offenbar auf Boris Beresowski gemünzte These blieb er aber schuldig. Die weiteren Ermittlungen waren von Skandalen überschattet: Einerseits gerieten die Namen aller Verdächtigen an die Öffentlichkeit, andererseits waren die Haftbefehle gegen mehrere angeblich Verdächtige zunächst auf Basis von Beschuldigungen erstellt worden, die mit dem Fall Politkowskaja gar nichts zu tun hatten.
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Mutmaßlicher Täterkreis aus Tschetschenien
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Als mutmaßliche Täter wurden mehrere Tschetschenen genannt. Auch Schamil Burajew, der angeblich den Mord organisiert haben soll, kommt aus Tschetschenien – und ist dort als regionaler Politiker bekannt: Er hatte 2003 auch bei den Präsidentenwahlen in der Republik gegen Achmad Kadyrow kandidiert.
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Noch ein ukrainischer Verdächtiger?
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Am Samstag, einen Tag vor dem Jahrestag des Mordes, wurde zudem in Moskau eine „kriminelle Autorität“ aus der Ukraine verhaftet. Die Festnahme des 49 Jahre alten Mannes stünde in Zusammenhang mit dem Fall Politkowskaja, berichtete die staatliche „Rossijskaja Gazeta“ unter Berufung auf eigene Informanten.
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(ld/rufo/St.Petersburg)
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