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| Im Petersburger Zoo besteht vogelgrippe-Verdacht bei Gänsen (foto: archiv/rufo) | |
Dienstag, 19.12.2006
Vogelgrippe? Peterburger Zoo bleibt geschlossen
St. Petersburg. Der Petersburger Zoo ist geschlossen - offiziell wegen einer saisonalen Generalreinigung. Inoffiziell machte aber die Information die Runde, dass zwei Gänse am 8. Dezember an einer Grippe-Infektion verendet sind.
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Der „Leningrader Zoopark“ auf der Petrograder Seite bleibt auch heute geschlossen. Dies meldete die Internetzeitung „fontanka.ru“ – und verwies darauf, dass ihr noch gestern vom Pressedienst des Tierparks versichert worden war, der Zoo würde am Dienstag wieder geöffnet. Nun ist von einer Wiedereröffnung „wohl im Laufe der Woche“ die Rede.
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Zoo-Direktorin: Alterschwäche und eine Geschwulst
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„Bei uns werden vorbeugende Maßnahmen durchgeführt, aber das hat nichts mit Vogelgrippe zu tun. Sie wurde bei uns nicht festgestellt“, hieß es erneut aus dem Tierpark. „Wenn dies wirklich Vogelgrippe gewesen wäre, wäre dann nicht schon längst im Zoo und in der ganzen Stadt Quarantäne verhängt worden?“, sagte Zoodirektorin Irina Skiba gebenüber der „Newskoje Wremja“. Laut Skiba starb eine Gans an Altersschwäche und eine an einer Geschwulst.
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Allerdings ist offensichtlich, dass zumindest der Verdacht auf eine Vogelgrippe-Infektion bestand – und bis zur offiziellen Bestätigung eines negativen Befundes wohl auch noch besteht. So wurden in der Botkin-Klinik die Mitarbeiter, die mit den verendeten Vögeln Kontakt hatten, eigens geimpft. Dortige Mediziner beteuern aber, dass man davon ausgehen könnte, dass die Infektion für den Menschen nicht gefährlich sei.
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“Information darüber ist geheim“
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Die staatliche Veterinärbehörde „Rosselchosnadsor“ ließ im Petersburger Zoo Proben zur Untersuchung entnehmen. Ebenso untersucht das nationale Geflügelzucht-Forschungsinsittut in Lomonossow die Todesfälle. „Wie, Sie wollen das veröffentlichen? Das ist doch geheime Information“, so habe man dort am Telefon auf die Frage eines fontanka.ru-Korrespondenten reagiert, der um eine Bestätigung der Information über den Vogelgrippe–Fall bat.
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Auch das in dieser Sphäre führende Petersburger Grippe-Institut bestätigte, dass es die Todesursachen der beiden Gänse analysiere. Im Laufe des Dienstags wollte man dort wie auch bei der Moskauer Behörde mit näheren Befunden aufwarten.
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Nikolaj Burow, der Leiter des städtischen Kulturkomitees erklärte, dass der Zoo wegen Vorbeuge- und Desinfektionsmaßnahmen geschlossen sei, die man üblicherweise erst im Frühling durchführe. Grund dafür sei das ungewöhnlich warme Wetter, das zum Ausbruch entsprechender Infektionen führen könne. Erst wenn alle Tiere überprüft seien, würde der Tierpark an der Peter-Pauls-Festung wieder öffnen. (ld/rufo)
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