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Stein des Anstoßes für Moskaus Kritik: Der US-Lenkwaffenkreuzer Monterey. (Foto: vz.ru)
Stein des Anstoßes für Moskaus Kritik: Der US-Lenkwaffenkreuzer Monterey. (Foto: vz.ru)
Montag, 13.06.2011

Moskau übt Kritik an US-Präsenz im Schwarzen Meer

Moskau. Die USA haben den Lenkwaffenkreuzer „Monterey“ mit Abwehrraketen an Bord zu einem Manöver mit der Ukraine ins Schwarze Meer geschickt. Moskau sieht darin eine Bedrohung seiner Sicherheit.

Die „Monterey“ mit dem Antiraketensystem „Idgis“ an Bord nimmt am amerikanisch-ukrainischen Seemanöver „Sea Breeze“ teil, das am heutigen Montag beginnt. Sie war am 7. Juni ins Schwarze Meer eingefahren und hatte in der rumänischen Hafenstadt Constanza festgemacht.

Moskau ist brüskiert über dieses Eindringen in seine Interessensphäre. In einer Erklärung des russischen Außenministeriums heißt es, man werde solche Schritte seitens der USA in Zukunft als „Bedrohung für die nationale Sicherheit Russlands“ ansehen.

Kein gewöhnlicher Flottenbesuch


„Wenn es um einen gewöhnlichen Flottenbesuch in dieser sehr empfindlichen Region geht, warum wurde dann ein Schiff mit genau dieser Art von Bewaffnung ausgewählt?“, heißt es unter anderem: „Und welche Rolle spielen die Abwehrraketen der „Monterey“ beim Manöver „Sea Breeze-2011“, bei dem es um „Antipiraten-Übungen nach Nato-Standard“ geht?“

Der Besuch des Kriegsschiffs im Schwarzen Meer ist Teil der von der US-Regierung gefahrenen Politik zur Erstellung des europäischen Segments für ein globales Abwehrsystem. Dazu werden in der Adria, der Ägäis und im Mittelmeer amerikanische Kriegsschiffe eingesetzt, die Südeuropa vor eventuellen Raketenschlägen schützen sollen.

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• Medwedew kommt mit Raketenabwehr-Ideen zur Nato (19.11.2010)
Dieses Programm sieht außerdem die Möglichkeit vor, bei „Verschärfung der Lage“ ins Schwarze Meer einzufahren. Dies stößt in Moskau auf heftigen Widerstand: „Wir würden gerne wissen, für eine „Verschärfung“ die amerikanische Militärführung hier sieht, damit sie die Hauptschlagkraft der sich herausbildenden territorialen Raketenabwehr des nordatlantischen Bündnisses einsetzt“, fragt man sich.

Gegen die Vereinbarungen


Russland ist gegen den Aufbau eines Raketenabwehrsystems der Nato in Osteuropa ohne Beteiligung Russlands. Alle bisherigen Verhandlungen darüber auf höchster Ebene verliefen bisher allerdings ergebnislos.

Russland hatte schon öfters betont, es werde die Installation eines Nato-Raketenabwehrsystems in Osteuropa nicht akzeptieren. Alle Sorgen Moskaus zu dieser Frage würden aber nach wie vor ignoriert, was der jüngste Vorfall deutlich zeige:

„Das wird demonstrativ gemacht, als wollte man Russland zeigen, dass seine Meinung nicht ernstgenommen wird. Solch eine Vorgehensweise fördert die Definition einer gemeinsamen Konzeption und Architektur der künftigen Raketenabwehr in Europa, wie sie in Lissabon und bei Begegnungen der Präsidenten Russlands und der USA vereinbart wurde, keineswegs“, heißt es in der jetzigen Erklärung.



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roland 17.07.2011 - 13:54

Es scheint so, als wolle die NATO einen Weltkrieg vom Zaune brechen. Eigentlich wäre dies eine \"sauber Lösung\" um die drohenden Staatsbankrots zu kaschieren. Das jüngste Treffen Obama/ Dalai Lama zeigen in diese Richtung. Die USA sowie die EU sind zahlungsunfähig, ergo,
die USA wollen nun auch China von der Omnipotenz der NATO überzeugenund notfalls ihre Interessen auch mit einem Krieg durchsetzen. Scheinbar ist der russische Bär nur noch eine Figur aus längst vergangenen Tagen.


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