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Dienstag, 20.03.2007

Petersburg und Hamburg feiern 50 Jahre Städte-Ehe

St. Petersburg. Die "historische" Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und St. Petersburg feiert in diesem Jahr ihr 50. Jubiläum. Im Juni soll sie vor allem an der Elbe gefeiert werden, im Oktober dann an der Newa.

1957 war die Aufnahme von freundschaftlichen Beziehungen zwischen einer westdeutschen und einer sowjetischen Stadt alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Stefan Herms, Hamburger Senatsdirektor für internationale Beziehungen erinnerte bei der Präsentation des Veranstaltungskalenders daran, dass die Städtepartnerschaft mit Leningrad damals in der Bundesrepublik als „Akt des Ungehorsams“ betrachtet wurde.

Ein Handschlag ersetzte den Vertrag


Außenpolitik, so meinte die Adenauer-Regierung, sei Sache der Staatsführung. Der damalige Hamburger Bürgermeister Sieveking habe deshalb in Bonn nach eigener Aussage „was auf den Deckel bekommen“.

Die Städtepartnerschaft konnte zunächst auch gar nicht offiziell mit den dabei üblichen Verträgen vereinbart werden. Die Stadtväter beider Seiten besiegelten deshalb ihren neuen Freundschaftsbund nur per Handschlag. Dieser habe aber, so Stefan Stein, der Leiter der Vertretung der Hamburger Handelskammer in St. Petersburg, unter den Kaufleuten der Hansestadt traditionell immer mehr Gewicht gehabt als ein schriftlicher Vertrag.

Hansestadt und Nordvenedig ...


Vor allem während der Krisenjahre Anfang der 90er Jahre erlebte die Städtepartnerschaft und Volksdiplomatie zwischen den beiden Hafenstädten eine Blüte, als in Hamburg tausende „Pakete für Leningrad“ gepackt wurden, um den Menschen dort die Not in der zusammengebrochenen Sowjetwirtschaft etwas zu erleichtern.

Alexander Prochorenko, der „Außenminister“ der Petersburger Stadtregierung sagte, die Beziehungen der beiden Städte hätten im letzten halben Jahrhundert immer Modell-Charakter für das deutsch-russische Verhältnis gehabt.

… Freundschaft ewig!


Inzwischen sind die Beziehungen zwischen beiden Städten so gut und so intensiv, dass es schon schwer falle, sich noch Neues auszudenken und Gebiete zu finden, auf denen die Kontakte noch intensiviert werden könnten, meinte Herms.

Offiziell haben die Feierlichkeiten zum Partenrschaftsjubiläum schon Mitte Januar mit einer Feier des russischen „Altneujahrs“ im Hamburger Goethe-Institut begonnen. Heute eröffnet in der Hamburger Kunsthalle eine Ausstellung zum weltberühmten „Schwarzen Quadrat“ von Kasimir Malewitsch.

Eine Petersburger Woche an der Elbe


Neben diversen Kongressen, Ausstellungen und Konzerten, die über das Jahr verteilt stattfinden, haben die beiden Städte vereinbart, ihre Aktivitäten in der anderen Stadt auf jeweils eine Woche zu konzentrieren. In dieser Zeit sollen auch die Stadtoberhäupter zu Besuch kommen.

Die „St. Petersburger Woche“ in Hamburg läuft vom 30. Mai bis zum 5. Juni. In Hamburg wird dann eine orthodoxe Kirche geweiht, ein Kino-Festival mit Werken Petersburger Regisseure abgehalten und das Restaurant Mövenpick lädt zur „Woche der russischen Küche“.

Höhepunkt wird eine Konferenz zu Handels-, Wirtschafts- und Investitionsfragen sein, zu der 500 bis 600 Teilnehmer in Hamburg erwartet werden.

Eine Hamburger Woche an der Newa


Die „Hamburger Woche“ in St. Petersburg findet dann vom 1. bis 7. Oktober statt und schließt damit den deutschen Nationalfeiertag mit ein. Zu einem Gastaspiel kommt dann z.b. das „Hamburg Ballett“ von John Neumeier an die Newa.

Das Goethe-Institut plant ein Rockkonzert mit Hamburger Gruppen. Wie schon in Hamburg wird es ein Filmfestival geben, dass Hamburger Kinoproduktionen vorstellt und die Investitionskonferenz soll ebenfalls ihre Fortsetzung finden, wobei nun manche russische Projekte vor Ort besichtigt werden können.

Das Programm sei noch lange nicht vollständig, erklärte Prochorenko. Vor allem im Sportbereich soll noch einiges hinzukommen. So führe man mit den Clubleitungen Gespräche, um noch ein Freundschaftspiel zwischen Zenit und dem Hamburger SV auf die Beine zu stellen.

(ld/rufo/St.Petersburg)


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