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michail Saakaschwili ist nun manches peinlich (foto: archiv/rufo)
michail Saakaschwili ist nun manches peinlich (foto: archiv/rufo)
Montag, 25.07.2005

Polit-Affären und Heiße Nächte in Tiflis

Moskau. Schöne Frauen, feurige Geliebte und 1000 Tränen: Wie Georgiens Präsident Michail Saakaschwili sich im selbst gestrickten Amouren-Geflecht verhedderte und Frauen zu schicken Apartments in Tiflis kommen.


Männer haben eine gewisse Affinität zur Macht. Haben sie aber schon Macht und Erfolg, rücken oft schöne Frauen ins Zentrum der Begierde. Michael Saakaschwili entwickelt sich, seit dem er Präsident wurde, zu einem ernsthaften Konkurrenten für den historischen Don Giovanni.

Der vorbildliche Jurist und Charmeur

Dabei fing alles gut bürgerlich an. 1993 lernte der international erfolgreiche Spitzenjurist seine Frau Sandra Roelofs kennen. Sie studierten damals gemeinsam am Internationalen Institut für Menschenrechte in Straßburg. Michael überzeugte Sandra von sich. Sie folgte ihm nach New York und entschied sich gegen eine Tätigkeit in der Entwicklungshilfe.

Gehörnte Gattin, aber noch Hauptfrau: Sandra Saakaschwili-Roelofs (foto: archiv/rufo)
Gehörnte Gattin, aber noch Hauptfrau: Sandra Saakaschwili-Roelofs (foto: archiv/rufo)
Die beiden heirateten und bekamen einen Sohn. 1995 zog Saakaschwili dann der Politik wegen aus New York zurück nach Georgien. 2003 besiegte er mit seiner Rosenrevolution das korrumpierte System von Schewardnadse, wurde Präsident und leitete einen umfangreichen Reformprozess ein. Frau Sandra eroberte die Herzen des Landes im Sturm.

Politik verdirbt den anständigen Ehemann

Heute ist Saakaschwili ein international anerkannter Spitzenpolitiker der Art, die sich in den 90er Jahren vom Typus des friedlichen Strickjackenträgers und Wolfgangsee-Urlaubers verabschiedeten. Sie sind entweder mehrfach verheiratet oder haben Sex, der keiner ist, dafür aber die Schreibkräfte von Ermittlungsausschüssen ins Schwitzen bringt.

US-Außenminister Powell begrüßt Familie Saakaschwili (foto: wikipedia)
US-Außenminister Powell begrüßt Familie Saakaschwili (foto: wikipedia)
In Georgien hat Saakaschwili nun neue Maßstäbe gesetzt – und in der georgischen Hauptstadt Tiflis für Gesprächsstoff in allen Straßencafes gesorgt.

Auch die Orangen-Revolution hat weiblichen Charme

Auf einer Beratungsreise zur orangen Revolution nach Kiew faszinierten ihn ukrainische Models. Angetan von deren Schönheit und Charme lud er diese als Wirtschaftsdelegation getarnt nach Georgien ein und empfing sie auf seinen Landsitz.

Pressesprecherin schwanger

Eher klassisch verläuft dagegen eine Affäre mit seiner attraktiven, 21-jährigen Pressesprecherin Alana Gaglowia. Etwas problematisch nur, dass diese nun schwanger ist. Der Präsident zeigte sich aber verantwortungsvoll. Die Dame hat ein Regierungs-Apartment bezogen und genießt einen Rundumservice mit Staatskarosse und Staatsdiener.

Eigentumswohnung gegen Vergewaltigungsvorwurf

Aber nicht genug des Ganzen, Michail Saakaschwili probierte seine Unwiderstehlichkeit auch an einer TV-Moderatorin aus. Offiziell kennen sich Moderatorin Inga Grisolia und der Präsident aus vielen harten Interviews vor laufender Kamera.

Bei Russland-Aktuell
• Friedensplan zur Konfliktlösung in Georgien (26.01.2005)
• Bush-Attentäter in Georgien verhaftet (21.07.2005)
• Von Revolutionären und anderen Friedensengeln (27.01.2005)
• Schewardnadse sauer wegen ausbleibender Rente (07.04.2005)
• George Bush tanzt in Tiflis (10.05.2005)
Plötzlich berichtet Grisolia aber von harten Backstage-Aktivitäten. Da soll es einen Vergewaltigungsversuch von Seiten des Präsidenten gegeben haben. Nachdem ihr ein Freund Saakaschwilis ein Apartment in Tiflis schenkte, verstummten die Vorwürfe allerdings schnell.

Lieblingsfrau Nummer Eins geht ins Exil

Die gehörnte Ehefrau Sandra Roelofs hatte nach kurzer Berechnung jedenfalls die Nase voll vom südländischen Macho-Theater. Sie fand heraus, dass sie im dritten Monat ist und die Sekretärin im sechsten. Wutentbrannt packte sie die Koffer und verließ das Land.

Gemäß des Pressedienstes des Präsidenten macht sie allerdings nur Urlaub in ihrem Heimatland Holland und pflegt die holländisch-georgischen Beziehungen. Ehemann Michail stürzte Anfang Juli hinterher, kehrte aber am vergangenen Wochenende alleine aus dem so genannten Urlaub zurück. Offensichtlich konnte er das zerschlagene Porzellan doch nicht schnell kitten. Georgien wartet jedenfalls auf seine Firstlady.

Die Frauen-Affären des Präsidenten nimmt man diesem allerdings südlich des Kaukasus kaum krumm. Gut dass er immerhin Frauen liebt, heißt es in den Gassen von Tiflis in Anspielung auf die Liebesabenteuer des Premierministers Schwania, die tödlich endeten.
(khs/.rufo)


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