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Der russische Verteidigungsminister Serdjukow muss seinen Hut nehmen. (Foro: Vesti)
Der russische Verteidigungsminister Serdjukow muss seinen Hut nehmen. (Foro: Vesti)
Dienstag, 06.11.2012

Präsident Putin feuert Verteidigungsminister Serdjukow

Moskau. Der russische Präsident Wladimir Putin hat heute Verteidigungsminister Serdjukow, der über einen Korruptionsskandal gestolpert ist, entlassen. Zu seinem Nachfolger wurde Ex-Katastrophenschutzminister Schojgu bestimmt.

„Putin hat die Entscheidung über die Entlassung von Minister Serdjukow persönlich gefällt“, heißt es in einer Erklärung der Pressestelle des russischen Präsidenten. Die Bestimmung von Sergej Schoigu zum Nachfolger sei „auf Rat von Premierminister Medwedew erfolgt“.

Bei Russland-Aktuell
• Korruptionsskandal: Serdjukow sitzt in der Klemme (26.10.2012)
• Verteidigungsministerium in Korruption verwickelt? (25.10.2012)
• Chaos-Truppe: Verteidigungsminister bietet Rücktritt an (26.06.2012)
Putin hatte seinen Entschluss bei einem Treffen mit Schoigu am Dienstagmittag mitgeteilt. Für den langjährigen Katastrophenschutzminister, der erst vor einem halben Jahr Gouverneur des Moskauer Gebiets geworden war, kam die Berufung nach eigenen Angaben überraschend.

Unerwartet sind vielleicht der Zeitpunkt und die Umstände, der Schritt an sich war zu erwarten gewesen, nachdem es im Verteidigungsministerium zu einem aufsehenerregenden Betrugsskandal gekommen war.

In den sind enge Mitarbeiter von Anatoli Serdjukow verwickelt; seine eigene Rolle bei der Veruntreuung von umgerechnet 75 Millionen Euro ist Gegenstand der Ermittlung. Wladimir Putin begründet seine Entscheidung denn auch „mit der Notwendigkeit, die nötigen Bedingungen für die Ermittlungen zu schaffen“.

Serdjukow von Entlassung überrumpelt


Ein Informant aus Kreml-Kreisen sagte gegenüber „Life News“, Serdjukow habe „bis zuletzt nichts gewusst“: „Er wurde heute morgen um zehn Uhr kurzfristig in Putins Residenz in Nowo-Ogarjowo gerufen“. Er sei „zehn Minuten im Kabinett gewesen und habe es finster gestimmt wieder verlassen“.

Im Verteidigungsministerium wird Schoigus Benennung mit Wohlwollen aufgenommen werden, schreiben die russischen Medien. Armeegeneral Schoigu habe den Katastrophenschutz zu einer „halbmilitärischen Formation mit harter Disziplin aufgebaut“. Der „Zivilist“ Serdjukow war vielen im Amt ein Dorn im Auge.

KPRF-Chef Gennadi Sjuganow begrüßt Serdjukows Abgang. Die Hauptaufgabe sei jetzt die Fortführung der Armeereform. Es müsse sich aber zeigen, ob Schoigu zur Lösung solcher strategischen Fragen fähig sei.

Im Moskauer Gebiet wird nach Schoigus Weggang Vizegouverneur Ruslan Zalikow die Geschäfte fortführen. Die Neuwahl wird voraussichtlich im September nächsten Jahres am Russland-weiten allgemeinen regionalen Wahltag stattfinden.



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