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| So sieht das Antlitz des sowjetischen Befreiers aus, der bisher im Zentrum Tallinns an das Kriegsende erinnerte (Foto: newsru.com) | |
Montag, 30.04.2007
Tallinn: Denkmal wird auf Friedhof stehen
Tallinn/Moskau. Die estnische Regierung will das Denkmal des „Bronzenen Soldaten“ auf einem Friedhof am Stadtrand wieder errichten. Russische Abgeordnete reisen nach Tallinn und fordern den Aufbau am alten Platz.
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Das Denkmal für die gefallenen Sowjetsoldaten, dass Ende vergangener Woche im Zentrum Tallinns demontiert worden war, wird nun am Rand der estnischen Hauptstadt wieder aufgebaut. Sein neuer, endgültiger Standort soll ein Soldatenfriedhof werden.
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Hoch emotional
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Das für die Überführung verantwortliche Verteidigungsministerium versprach, dass die Arbeiten bis zum 8. Mai abgeschlossen seien. Der darauf folgende 9. Mai, der Gedenktag des Kriegsendes, wird in Russland als „Tag des Sieges“ sehr emotional gefeiert.
Das Ministerium dementierte russische Medienberichte, wonach das Denkmal in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche in Einzelteile zerlegt worden sei. Das Denkmal sei in einem Stück abtransportiert worden.
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An seinem neuen Standort soll das Denkmal in einer feierlichen Zeremonie mit ausländischen Staatsgästen enthüllt werden, teilte das Ministerium weiter mit.
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Nur am alten Platz
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| Laut der Boulevard-Zeitung Moskowski Komsomoljez hat die estnische Polizei die Plünderungen von Geschäften durch angetrunkene Jugendliche provoziert (Foto: newsru.com). |
Unterdessen hat eine Delegation von russischen Duma-Abgeordneten angekündigt, heute nach Tallinn zu reisen. Die Politiker wollen dafür sorgen, dass das Denkmal wieder an seinen alten Platz kommt. Das teilt der Sprecher der Gruppe Nikolaj Kowaljow mit.
Außerdem will die Delegation den zuständigen estnischen Behörden eine Liste übergeben, auf der die Namen der vermeintlich auf dem Tynismjagi-Platz, im Erdboden rund um das Denkmal, begrabenen Sowjetsoldaten vermerkt sind.
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Unerwartete Unterstützung
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Die Überführung des Kriegerdenkmals ist in Russland hoch emotionalisiert. Eine breite Mehrheit bezeichnet die Demontage des Denkmals als „Frevel“. Wenige gemäßigte Stimmen gehen im Tumult fast unter. Völlig unerwartet bricht ausgerechnet der rechte Skandalpolitiker Wladimir Schirinowski eine Lanze für Estland: „Estland ist ein anderes Land und hat das Recht, alles zu tun, was Estland für richtig hält.“
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Die estnische Polizei arbeitet derzeit an der Aufklärung der Tumulte vom Ende vergangener Woche. Eine Website mit Fotos der Ausschreitungen wurde freigeschaltet und die Bevölkerung wurde aufgefordert bei der Identifizierung der Täter mitzuhelfen.
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Mehrheitlich russischstämmige Jugendliche hatten in den Nächten von Donnerstag auf Freitag und von Freitag auf Samstag in der Tallinner Innenstadt Geschäfte geplündert und in Brand gesteckt. Autos wurden umgestürzt.
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Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der estnischen Polizei wurden 44 Personen verletzt – darunter dreizehn Polizisten. Ein Jugendlicher wurde erstochen. Nach den Tätern wird noch gefahndet.
(cj/.rufo/Moskau)
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