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Viktor Tschernomyrdin auf der Pressekonferenz: Timoschenko unantastbar! (Foto: Ballin/.rufo)
Viktor Tschernomyrdin auf der Pressekonferenz: Timoschenko unantastbar! (Foto: Ballin/.rufo)
Freitag, 08.04.2005

Timoschenko ist unantastbar in Moskau

Moskau. Wenn die ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko nächste Woche nach Moskau kommt, ist sie trotz eines gegen sie laufenden Verfahrens wegen angeblicher Bestechung unantastbar für die russischen Behörden, sagte der russische Sonderbotschafter in der Ukraine, Viktor Tschernomyrdin. Der Ex-Premier glaubt an einen EU-Beitritt der Ukraine innerhalb der nächsten zehn -15 Jahre.

Russland habe nicht das Recht, einen Beitritt des Nachbarn zur Europäischen Union zu verhindern, ereiferte sich Tschernomyrdin. „Die EU ist unser größter Partner. Mehr als 50 Prozent unseres Außenhandels läuft über die EU“, sagte er. Ein EU-Beitritt der Ukraine sei daher nur zu begrüßen.

EU ja, NATO nein

Anders sieht die Sache mit einem NATO-Beitritt aus. Dies sehe Russland sehr skeptisch.Überhaupt sei der Sinn des Militärbündnisses und seine Erweiterung nach Osten für Russland nicht nachvollziehbar, betonte Tschernomyrdin. Es sei unklar, gegen welchen Feind die NATO rüste. Ein Beitritt der Ukraine sei für Russland eine politische „Unannehmlichkeit“.

Bei Russland-Aktuell
• Kutschma bei Putin in Moskau (22.03.2005)
• Kurzer Versöhnungsgipfel mit Putin in Kiew (20.03.2005)
• Lawrow: Kein Kalter Krieg wegen Ukraine (04.01.2005)
Bei den Gesprächen zwischen Wladimir Putin und Julia Timoschenko wird es wohl nicht nur um die Beitrittspläne der Ukrainer gehen. Die russisch-ukrainischen Beziehungen in ihrer Gesamtheit stehen auf dem Prüfstand. Viele Verträge stammen noch aus der Zeit der Vorgängerregierung in Kiew. Daher sei es nun wichtig, den Standpunkt der neuen Führung darüber einzuholen, meinte Tschernomyrdin.

Über eines ist sich der russische Ex-Premier jedoch völlig sicher. Es mag Differenzen bei den politischen Führern beider Länder geben. Aber „niemandem gelingt es, die Beziehungen zwischen unseren Völkern zu zerstören.“

Der berühmteste Ukrainer Taras Bulba mit dem typischen Haarschopf, der auch für den Spitznamen der Ukrainer sorgte (Foto: Ballin/.rufo)
Der berühmteste Ukrainer Taras Bulba mit dem typischen Haarschopf, der auch für den Spitznamen der Ukrainer sorgte (Foto: Ballin/.rufo)
Dass die Russen die Ukrainer verächtlich "Chochol" (Haarschopf) nennen, während umgekehrt die Kiewer auf die "Moskali" schimpfen, sind wohl nur Eitelkeiten unter Brüdern.

(ab/.rufo)


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