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Dienstag, 18.12.2007

US-Raketenpläne in Osteuropa: Neue Töne aus Moskau

Moskau. Wenn die USA vertraglich zusichern würden, nicht mehr als 10 Abwehrraketen in Polen zu stationieren, wäre Russland beruhigt. Wenn nicht, sollen russische Raketen auf die US-Anlagen gezielt werden.

Die USA wollen in Polen zehn Abwehrraketen zum Schutz vor möglichen Angriffen aus dem Iran sowie in Tschechien eine Radaranlage zur Ortung von Flugkörpern stationieren.

Russland wäre bereit, dem US-Abwehrschirm zuzustimmen, wenn ...


„Wenn es nur um die 10 Abwehrraketen in Polen und das Radar in Tschechien ginge, könnten wir damit unseren Frieden schließen“, sagte der Kommandeur der russischen Raketenstreitkräfte, General Solowzow.

Wenn die USA Russland vertraglich zusichern würden, dass mehr als diese zehn Raketen dort nicht stationiert werden solle, wäre Moskau damit zufrieden, präzisierte der General. Allerdings weigerten sich die USA, dies vertraglich abzusichern.

Schöne Worte statt Verträge aus den USA


Die Amerikaner machen allerdings nur schöne Worte, so der General – genauso wie damals, als sie bei der deutschen Wiedervereinigung versprachen, dass kein Nato-Soldat jemals jenseits der Elbe stehen werde.

Russland sei oft genug betrogen worden und werde nicht zulassen, dass sein atomares Abschreckungspotential entwertet werde. Am Montag war in Russland eine neue atomare Interkontinentalrakete erfolgreich getestet worden.

Aufrüstung russischer Raketen

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• Lawrow: US-Raketenpläne gefährden NATO-Russland-Rat (07.12.2007)
• Neues Wettrüsten? Russland setzt den KSE-Vertrag aus (30.11.2007)
• Tausch US-Raketenschirm gegen Irans Atomprogramm? (19.10.2007)
• Keine Einigung über Raketenschild in Osteuropa (12.10.2007)
• Der große Knall: Strahlenfreie Superbombe getestet (12.09.2007)
Die Zahl russischer Raketen und Abschussrampen werde sich in den kommenden Jahren deutlich erhöhen, sagte der Kommandeur der Raketenstreitkräfte, Nikolai Solowzow, nach Angaben der Agentur Interfax am Montag. Präsident Wladimir Putin hatte mehrfach damit gedroht, dass Russland «Ziele in Mitteleuropa» anvisieren könne, sollten die USA bei ihren Plänen bleiben.

„Bis Jahresende sollen 48 der mit atomaren Sprengköpfen bestückbaren Raketensysteme Topol M startklar sein“, sagte Solowzow. «Ich schließe nicht aus, dass unsere Interkontinentalraketen die Ziele in Polen und Tschechien ins Visier nehmen“, sagte der Generaloberst.

Jährlich sollten bis zu sieben neue stationäre und bewegliche Startkomplexe hinzukommen. Russland sieht seine Sicherheit durch die US-Pläne bedroht.
Russland müsse sein Potenzial der atomaren Abschreckung festigen, sagte Solowzow.

Am Montag war eine neue atomare Interkontinentalrakete erfolgreich getestet worden.

(gim/.rufo/Moskau)


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