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| Glaubt nicht an das Wirtschaftswachstum von Vorgänger Janukowitsch: Regierungschefin Julia Timoschenko (Foto: newsru) | |
Freitag, 17.06.2005
Kutschma soll Wirtschaftswachstum gefälscht haben
Moskau. Präsident Juschtschenko beschuldigt seinen Vorgänger das phantastische Wirtschaftswachstum von zwölf Prozent im Jahr 2004 vorgegaukelt zu haben. In diesem Jahr beträgt das Wachstum wohl nur 8,2 Prozent.
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Die eigentlich rein ökonomische Frage nimmt somit politische Dimensionen an. Im Vergleich zur Vorgängerregierung unter Premier Viktor Janukowitsch sind die Ergebnisse der Regierung Timoschenko mager.
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”Knapp fünf Mrd. Euro draufgeschlagen”
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Der neuen ukrainischen Führung sind die hohen Wachstumsraten des vergangenen Jahres daher ein Dorn im Auge. Um 12,1 Prozent auf 345 Mrd. Griven (56,7 Mrd Euro) wuchs das ukrainische Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr nach offiziellen Angaben. Die seien gefälscht worden, meint der neue Präsident Viktor Juschtschenko. Etwa 30 Mrd. Griven (4,9 Mrd. Euro) seien dem BIP zugeschrieben worden.
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Fiktiver Export
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Der Chef des ukrainischen Geheimdienstes Alexander Turtschinow teilte nun mit, dass das fiktive Wachstum auf gefälschten Exportzahlen vor allem von Unternehmen aus dem Gebiet Donezk beruhe. Dort war die Unterstützung für Kutschmas Wunschnachfolger Janukowitsch besonders hoch. Janukowitsch warb im Wahlkampf vor allem mit seiner Wirtschaftskompetenz.
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Stimmen die Anschuldigungen der neuen Führung, bleibt von den beeindruckenden Zahlen kaum noch etwas übrig. Lediglich um vier Prozent wäre die Wirtschaft dann im vergangenen Jahr gewachsen.
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”Ökonomischer Aufschwung war spürbar”
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Allerdings sind viele Unternehmer der Meinung, dass es 2004 tatsächlich einen ökomischen Sprung nach vorn gegeben habe. Maxim Bassow, stellvertretender Direktor des Donezker metallurgischen Betriebes “Interpipe” – also einer derjenigen, der der Fälschung beschuldigt wird – nannte den wirtschaftlichen Aufschwung des vergangenen Jahres spürbar. Maximal um zwei Prozent könne das Wachstum gefälscht worden sein, glaubt er.
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Auch die Wirtschaftsberaterin des UN-Entwicklungsprogrammes in der Ukraine, Irina Akimowa, nannte die Schätzungen des Geheimdienstes über das Ausmaß des fiktiven Exports übertrieben.
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(ab/.rufo)
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