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Ebenfalls ein potentieller Kandidat für eine Russland-Fertigung: Der bisher aus Brasilien importierte VW Pointer (dort als Gol bekannt) (foto: VW)
Ebenfalls ein potentieller Kandidat für eine Russland-Fertigung: Der bisher aus Brasilien importierte VW Pointer (dort als Gol bekannt) (foto: VW)
Donnerstag, 25.05.2006

Neues VW-Werk kommt nach Kaluga und baut Skodas?

St. Petersburg. Das seit Jahren angedachte und immer wieder aufgeschobene Projekt einer russischen Autofabrik des VW-Konzerns wird in Kaluga realisiert. Dies ließ zumindest die dortige Regionalverwaltung durchblicken.

Nachdem der lange favorisierte Standort in Stupino im Moskauer Gebiet unlängst wegen nicht hinreichend attraktiven Wirtschaftsförderungsmaßnahmen verworfen wurde, wird der Konzern Anfang nächster Woche seine endgültige Entscheidung bekannt geben.

Bringt VW auch seine Zulieferer mit?


Wie die Zeitung „Kommersant“ heute unter Berufung auf Beamte der Gebietsverwaltung von Kaluga berichtet, hat sich VW für ein Gelände nahe des Flugplatzes der 160 Kilometer südwestlich von Moskau gelegenen Stadt entschieden. Die Wolfsburger hätten um ein Areal von 1000 Hektar gebeten, was darauf schließen lasse, dass dort nicht nur eine Montagefabrik, sondern auch Zulieferbetreibe angesiedelt werden sollen.

Dem Bericht zufolge sei in dem Werk zunächst die Montage des Skoda Octavia geplant.

Volkswagen hält sich mit dem Ja-Wort noch hinter dem Berg


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• Sachsen projektieren in Petersburg neue Gießerei (23.05.2006)
• Merkel-Besuch: VW schafft Arbeitsplätze bei Moskau (23.04.2006)
• Autowerk GAZ: Neuer Wolga wird ein Ami-Schlitten (17.04.2006)
• Petersburg: GM und Nissan verhandeln über Autowerke (16.03.2006)
• Russland - Eldorado oder Falle für Investoren ? (06.02.2006)
Ähnlich wie es St. Petersburg unlängst zur Anwerbung von Nissan getan haben, hätte auch das Gebiet Kaluga umfangreiche Steuervergünstigungen, Subventionen und die Übernahme von Erschließungskosten zugesagt, so der Informant der Zeitung.

Sowohl der Volkswagen-Konzern wie auch die Russland-Vertretung von VW wollten gegenüber der Zeitung die Informationen aus Kaluga nicht kommentieren. VW hatte sich Ende April prinzipiell für den Bau eines Werkes in Russland entschieden, aber die Wahl zwischen vier potentiellen Standorten noch offen gelassen.

Autoindustrie bekommt Torschlusspanik in Russland


Da in diesem Sommer spezielle Vergünstigungen für Autokonzerne zur Ansiedelung von großen Montagefabriken in Russland auslaufen, verzeichnet Russland - der gegenwärtig am schnellsten wachsenden Automarkt Europas - eine Welle von Ankündigungen derartiger Projekte:

Während einheimische Hersteller wie GAZ (mit DaimlerChrysler), Sewerstal-UAZ (mit Ssangyong und Fiat) und Izh (mit Kia) auf Lizenzvereinbarungen setzen, haben auch einige internationale Hersteller sich zum Bau von eigenen Werken entschlossen: Toyota und Nissan (und angeblich auch noch General Motors) wollen im Raum St. Petersburg heimisch werden, wo Ford bereits produziert. Eine Fabrik für chinesische Chery-Automobile soll zudem in Kaliningrad entstehen.

(ld/.rufo)


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