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Der Gütertransport auf der Bahn wird verhalten privatisiert (Foto: rzd.ru)
Der Gütertransport auf der Bahn wird verhalten privatisiert (Foto: rzd.ru)
Montag, 12.03.2007

Russische Eisenbahn behält ihren Fuhrpark nach Reform

Moskau. Die Russische Eisenbahn, RZD, wird ihren gesamten Güterfuhrpark an zwei Tochtergesellschaften weitergeben. Die erste davon soll bereits in diesem Jahr geschaffen werden und 2008/2009 teilweise an die Börse gehen.

Insgesamt 49 Prozent der Aktien sollen verkauft werden. Die RZD behält allerdings die Mehrheit an dem Unternehmen. Die zweite Tochtergesellschaft wird später gegründet, nachdem die Effektivität der ersten „Tochter“ ersichtlich ist.

Die Reform der RZD soll dazu beitragen, einen fairen Wettbewerb im Gütertransport innerhalb Russlands zu gewährleisten. Derzeit gehören der Russischen Bahn insgesamt etwa 600.000 Güterwaggons und 5.000 Lokomotiven. Die etwa 2.500 privaten Gütergesellschaften in Russland hingegen verfügen lediglich über 330.000 Waggons und 100 Lokomotiven.

Streit zwischen Bahn und Ministerium


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• Russen an armenischer Eisenbahn interessiert (07.11.2006)
• Russische Eisenbahn: Kein Staatsmonopol mehr (20.10.2006)
• Gütergesellschaft: Streit um Bahnreform (20.09.2006)
• Eisenbahn: Jakunin verspricht Börsengänge und Expansion (22.02.2007)
• Russische Bahn kauft Güterwaggons für 400 Mio. Euro (26.01.2007)
Verkehrsministerium und RZD stritten über ein halbes Jahr über die Details der Reform. Während das Verkehrsministerium das Gütergeschäft der RZD in eine staatliche Gütergesellschaft und eine Tochtergesellschaft der RZD aufteilen wollte, bestand die Eisenbahn AG darauf, das gesamte Gütergeschäft an eine Tochtergesellschaft zu übergeben. Deren Börsengang sollte der RZD vier Milliarden USD einspielen. Die jetzt gefundene Lösung, zwei RZD-Tochtergesellschaften zu gründen, gilt als Kompromiss.

Kritiker: Bahnreform wurde verwässert


Die Teilung des RZD-Fuhrparks in zwei Hälften werde dazu beitragen, den Wettbewerb zwischen privaten Anbietern und der Staatsbahn effektiver zu gestalten, erklärte der stellvertretende Verkehrsminister Alexander Mischarin. Experten bezweifeln diese Einschätzung allerdings. „Mit diesem Kompromiss sind die Ziele der Reform überhaupt nicht mehr zu erkennen“, kritisiert Igor Nikolajew, Direktor der Strategieabteilung bei der Consultinggesellschaft FBK.

Die Konkurrenz werde dadurch jedenfalls nicht belebt, da die neu zu bildenden Gütergesellschaften den privaten Eisenbahnspediteuren immer noch deutlich überlegen sei. Die RZD werde zudem durch den Börsengang weniger Einnahmen für die Fortführung der Reform haben als geplant.

(ab/.rufo)


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