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| Alexej Wenediktow ist nur noch Chefredakteur, nicht mehr Aufsichtsratsmitglied beim "Echo Moskaus" (Foto: rt.com) | |
Dienstag, 14.02.2012
Radio Echo Moskwy knirscht unter Druck des Kremls
Moskau. Umbruch beim kremlkritischen Radiosender Echo Moskwy? Auf Druck der staatlich kontrollierten Holding Gazprom-Media räumte der prominente Chefredakteur Alexej Wenediktow seinen Posten im Aufsichtsrat des Senders.
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Er bleibe aber weiter als Chefredakteur im Amt, teilte Alexej Wenediktow am Dienstag mit. Auch erklärte er, dass er absolut sicher wisse, dass Wladimir Putin eine entsprechende Verfügung nicht erteilt habe. Auslöser des Rückzugs von Wenediktow war das vom Hauptaktionär erzwungene Ausscheiden von zwei unabhängigen Aufsichtsrats-Mitgliedern.
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Knapp drei Wochen vor der Präsidentenwahl ließ Kreml-Kandidat und Regierungschef Wladimir Putin von seinem Sprecher seinerseits zurückweisen, dass die kritische Haltung des Senders Grund für den Wechsel im Aufsichtsrat sei.
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Putin schimpft über Echo Moskwy Gazprom-Media, eine Firma der vom staatlichen Energieriesen Gazprom kontrollierten Gazprombank, ist mit 66 Prozent Hauptaktionär des Senders, der ansonsten den Journalisten und Wenediktow gehört. Putin hatte sich bei einem Treffen mit Wenediktow im Januar ungewöhnlich derb über den Sender geäußert. «Bin ich etwa sauer auf Sie, wenn Sie mich von morgens bis abends mit Durchfall übergießen», hatte der Regierungschef gesagt.
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Putins Sprecher Dmitri Peskow sagte, dass «leider festgestellt werden muss, dass diese Kritik oft dominierend ist bei Echo Moskwy». Gleichwohl sei dies nie ein Hindernis für ein sachliches Verhältnis zwischen dem Regierungschef und Wenediktow gewesen. Er warnte davor, unternehmerische Entscheidungen in dem Sender mit der Politik in Verbindung zu bringen.
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Echo Moskwy will weitermachen wie gehabt Dagegen sind kremlkritische Medien und die Opposition von politischen Gründen überzeugt. Echo Moskwy teilte mit, an seiner redaktionellen Linie festhalten zu wollen. Das Info-Radio gilt als eine der wichtigsten politischen Informationsquellen überhaupt in Russland.
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Medienexperten erklären das bisherige «Überleben» des kremlkritischen Senders in der Hand der mehrheitlich staatseigenen Gazprom-Holding damit, dass auch die Staatsführung wissen wolle, was im Land tatsächlich gedacht werde.
(dpa)
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