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| Ramsan Kadyrow ist seit einem Jahr Präsident in Tschetschenien (Foto: RIA Nowosti) | |
Freitag, 11.01.2008
Tschetschenien: Kadyrow will mehr Islam im Fernsehen
Grosny. Tschetscheniens Präsident Kadyrow hat gefordert, den Anteil islamischer und patriotischer TV-Sendungen im regionalen Fernsehen zu erhöhen. Sendern, die sich nicht an die Vorgaben halten, drohte er mit Abschaltung.
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„Die Medien sind ein Spiegel der Gesellschaft und wir müssen alles Nötige tun, damit es nicht peinlich ist, in diesen Spiegel zu schauen“, sagte Ramsan Kadyrow auf einer Sitzung mit den Chefs der Regional- und Lokalmedien in Tschetschenien.
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Geld für islamische TV-Bildung ist da Kadyrow forderte die Medien auf, stärker die Grundlagen des Islam zu beleuchten, um radikalen Fundamentalisten den Boden zu entziehen. Die TV-Sender sollen dazu islamischen Geistlichen Sendeplatz einräumen. Er werde das nötige Geld dafür zur Verfügung stellen, versprach Kadyrow.
Zugleich kritisierte er, dass anstelle von Heimatfilmen zahlreiche Musikshows und amerikanische Filme im Fernsehen liefen. „Das ist nicht hinnehmbar“, erklärte Kadyrow und beauftragte die Behörden mit einer schärferen Kontrolle der Medien.
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Kadyrow für Einführung der Vielehe in Tschetschenien Kadyrow, dem Menschenrechtler u.a. Mord, Entführung und Folter vorwerfen, ist seit Februar 2007 Präsident in Tschetschenien. In der Vergangenheit hat er bereits mehrfach die stärkere Beachtung islamischer Moralvorstellungen und Traditionen in Tschetschenien eingefordert.
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So wies er weibliche Beamte in der russischen Teilrepublik an, „strenge Kleidung“ zu tragen. Auch für ein Verbot „freizügiger“ Brautmoden hat er sich ausgesprochen. Gleichzeitig regte er an, das Verbot der Vielehe in Tschetschenien aufzuheben.
(ab/epd/.rufo/Moskau)
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