|
Dienstag, 20.05.2008
Sektendrama in Pensa: die Höhle wird vernichtet
Pensa. Nachdem am 16. Mai die letzten Anhänger einer fanatischen Sekte nach fast einem halben Jahr freiwilliger Gefangenschaft ihre Höhle verlassen hatten, soll die Zuflucht nun dem Erdboden gleich gemacht werden.
|
|
Für diesen Beschluss gibt es zwei Gründe: Erstens wurde bei einer gründlichen Untersuchung der Höhle Leichengift festgestellt; zweitens hatte einer der Anführer der ursprünglich 35 „Höhlenbewohner“ angekündigt, seine Anhänger könnten „in allernächster Zeit“ zurückkehren, weil „nur dieser Ort Schutz geistig unbefleckt“ sei.
|
Die 35 Menschen, unter ihnen vier Kinder, hatten sich Ende November 2007 in der Erdhöhle im Gebiet Pensa eingeschlossen, um sich auf das Ende der Welt vorzubereiten. Die Behörden des mittelrussischen Gebiets hatten ununterbrochen Verhandlungen geführt, um die Menschen zum Verlassen der Höhle zu bewegen.
|
Am 28. März kamen sieben Frauen an die Erdoberfläche, am 1. April nach einem teilweisen Einsturz der Höhle weitere 14 Menschen, am Tag darauf noch einmal drei. Unter ihnen waren Staatsbürger von Weißrussland; sie wurden von der russischen Miliz in die Heimat abgeschoben
|
Die letzten neun Sektanten kamen am 16. Mai nach oben. Bei Untersuchungen bewahrheitete sich das Gerücht, unter der Erde seien zwei Menschen gestorben. Es handelt sich um zwei Frauen; die Sektanten selbst sagen, die eine sei an Krebs, die andere an Unterernährung gestorben. Dies wird jetzt gerichtsmedizinisch untersucht.
|
|
|
Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Sie können hier oder im Forum (www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.
Bisher gibt es zu diesem Artikel noch keine Leserkommentare
Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>