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Dienstag, 08.06.2010
Euro-Beitritt von Estland unter Dach und Fach
Luxemburg. Der Krisen-geplagte Euro bekommt Verstärkung aus dem Osten: Estland wird als 17. Land die Gemeinschaftswährung am 1. Januar 2011 einführen.
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Die Finanzminister der Euro-Gruppe genehmigten den estnischen Beitritt zur Währungs-Allianz bei einem Treffen in Luxemburg nun auch formell. Damit wird erstmals eine ehemalige Sowjet-Republik den Euro einführen.
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Estland erfüllt alle formellen Voraussetzungen für die Einführung der Gemeinschaftswährung. Die Staatsfinanzen und Haushaltszahlen des 1,5-Millionen-Einwohner-Landes sind dabei bedeutend besser als bei vielen Ländern, die den Euro schon länger nutzen: So beträgt die Staatsverschuldung 7 Prozent des BIP – als „Maastricht-Kriterium“ gelten hier 60 Prozent (wobei Griechenland inzwischen bei 115 Prozent liegt).
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Die Neuverschuldung lag 2009 bei 1,7 Prozent des BIP und wird 2010 und 2011 etwa bei 2,5 Prozent liegen. Die offizielle Euro-Zulassungshürde liegt hier bei 3 Prozent. In der Krise ab 2009 hat Estland ein scharfes Spar- und Sanierungsprogramm umgesetzt, das inzwischen innerhalb der EU als vorbildhaft gilt.
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Auch das baltische Nachbarland Lettland möchte den Euro mit der Zeit einführen. Laut Präsident Valdis Satlers sei dies aber nicht dass Hauptziel der Wirtschaftspolitik- wichtiger sei eine Stabilisierung der Wirtschaft.
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Ein Euro-Betritt von Lettland stehe deshalb erst 2014 auf der Tagesordnung, so der Präsident des Landes.
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