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Donnerstag, 24.07.2008
Kamtschatka: 30 hungrige Braunbären fressen zwei Wärter
Petropawlowsk-Kamtschatski. Auf der Halbinsel Kamtschatka sind 30 Braunbären über zwei Wärter eines Unternehmens hergefallen. Die Tiere töteten die Männer und fraßen sie auf. Die übrigen Mitarbeiter des in der Wildnis gelegenen Betriebs weigern sich, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren.
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Viktor Leuschkin, ein Vertreter der lokalen Administration, erklärte, dass in das unwegsame Gebiet eine Gruppe von Jägern entsandt werden soll. Die Jäger sollen die Bären erschießen oder vergiften. „Diese Raubtiere müssen unbedingt getötet werden. Sie sind einmal über Menschen hergefallen und sie werden das wieder und wieder machen“, so Leuschkin gegenüber der Nachrichtenagentur Itar-Tass.
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Auf Kamtschatka gibt es die größte Braunbären-Population weltweit – insgesamt wurden dort 12.000 Tiere gezählt. Wegen der hohen Dichte kommt es immer wieder zu tödlichen Kontakten zwischen Tier und Mensch.
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Normalerweise passieren die Begegnungen aber zufällig – etwa wenn ein Bär im Müll einer waldnahen Siedlung nach Nahrung sucht. Dass diesmal gleich 30 Tiere über die zwei Männer herfielen, deuten Wissenschaftler als Symptom für ein ernstzunehmendes Futterproblem:
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Die Bären ernähren sich normalerweise von Lachs. Kritiker hatten aber bereits früher darauf hingewiesen, dass ein Großteil der Fische in den letzten Jahren von Menschen legal und illegal abgefisch wird – jedes Jahr rund 100.000 Tonnen Lachs.
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