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Heute vor 70 Jahren erfolgte der Angriff der Wehrmacht auf die Festung Brest - und weiter auf die ganze Sowjetunion (Foto: ntv.ru)
Heute vor 70 Jahren erfolgte der Angriff der Wehrmacht auf die Festung Brest - und weiter auf die ganze Sowjetunion (Foto: ntv.ru)
Mittwoch, 22.06.2011

Russland gedenkt Angriff von Nazi-Deutschland 1941

Moskau. Russland gedenkt heute des 70. Jahrestags des Angriffs von Hitler-Deutschland auf die Sowjetunion. In Moskau wird dazu heute erstmals eine deutsche Ausstellung über das Schicksal der NS-Zwangsarbeiter eröffnet.

Zum 70. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion präsentiert die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora im Moskauer „Zentralmuseum des Großen Vaterländischen Krieges“ die Ausstellung „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“.

Zur Eröffnung der unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Christian Wulff stehenden Ausstellung werden neben Persönlichkeiten aus Politik und öffentlichem Leben auch ehemalige Zwangsarbeiter und andere Opfer des Nationalsozialismus erwartet. Es ist das erste Mal, dass in Russland anlässlich eines Jahrestages des deutschen Überfalls eine zeithistorische Ausstellung aus Deutschland gezeigt wird.

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Die internationale Wanderausstellung zur NS-Zwangsarbeit, die im vergangenen Jahr im Jüdischen Museum Berlin eröffnet worden war, wird bis zum 23. Oktober in Moskau zu sehen sein.

In enger Zusammenarbeit mit den Moskauer Museums-Partnern haben die Ausstellungsmacher ihre Exposition – wie auch den russischsprachigen Begleitband – um zusätzliche Zeugnisse zu den Erfahrungen von Zwangsarbeitern aus Russland und den anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion ergänzt.

Russische Gedenkausstellung - und Blumen am Mahnmal


Im Moskauer Ausstellungszentrum „Manege“ am Roten Platz eröffnete das Verteidigungsministerium heute gemeinsam mit dem Veteranenverband zudem die Dokumentation „Memorial 2011“. Schirmherr ist Staatspräsident Dmitri Medwedew als Oberbefehlshaber der Streitkräfte.

Am Grabmal des Unbekannten Soldaten nahe des Kremls werden am heutigen 70. Jahrestags des Beginns des „Großen Vaterländischen Krieges“ tausende Menschen Blumen niederlegen. Auch in anderen ehemaligen Sowjetrepubliken sind Gedenkveranstaltungen geplant.

22. Juni: Der Beginn eines gewaltigen Gemetzels


Am 22. Juni 1941 waren rund drei Millionen deutsche Soldaten in die Sowjetunion einmarschiert. Schätzungen zufolge kamen bis zum Kriegsende im Mai 1945 etwa 27 Millionen Sowjetbürger ums Leben. Damit beklagte die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg mehr Opfer als jedes andere Land.

Noch im August 1939 hatte Hitler mit Stalin einen Nichtangriffspakt geschlossen, um sich den Rücken freizuhalten für den Angriff auf Polen am 1. September, der zum Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde.

1941 überschritten deutsche Truppen von der Ostsee bis zu den Karpaten die sowjetische Grenze - angeblich um einem Angriff Stalins zuvorzukommen. Für den Überfall hatte Hitler den Namen des Stauferkaisers Barbarossa ausgewählt.

Nicht nur erobern, sondern vernichten


Hitler machte den Ostfeldzug auch zu einem Vernichtungskrieg gegen die Juden: Zehntausende starben bei Massenerschießungen, Hunderttausende wurden aus eroberten sowjetischen Gebieten in Vernichtungslager deportiert. Auch rund 15 Millionen sowjetische Zivilisten kamen ums Leben - bei Kämpfen oder durch Hunger als Folge der wirtschaftlichen Ausplünderung ihres Landes.

An allen Fronten gab es zunächst schnelle Vormärsche der Wehrmacht. Bis August 1941 kamen in großen Kesselschlachten mehr als 600.000 Sowjets in Kriegsgefangenschaft. Auch viele von ihnen wurden Opfer des Vernichtungskrieges: Allein bis Ende 1941 wurden etwa zwei Millionen Menschen erschossen, vergast oder starben an Hunger und Seuchen.

Vormarsch bis vor die Tore von Leningrad und Moskau


Ihr Siegeslauf führte die Wehrmacht bis an den Stadtrand von Leningrad und 30 Kilometer vor Moskau. Dann wurde der Vormarsch der erschöpften deutschen Soldaten ohne Winterausrüstung gestoppt. Zum Jahreswechsel 1942/43 folgte bei Stalingrad die Wende, 90.000 Überlebende der eingeschlossenen 6. Armee gingen in Gefangenschaft.

Danach wich die Wehrmacht immer weiter zurück und hinterließ „verbrannte Erde“. Im Januar 1945 begann schließlich die sowjetische Großoffensive, die in gut zwei Wochen von Warschau bis über die Oder führte.

Am 8. Mai erfolgte die deutsche Kapitulation und auf dem zerbombten Reichstagsgebäude im zerstörten Berlin wurde die Sowjetflagge aufgerichtet.

(dpa)


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