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Außen noch ein Blaulicht, innen einen Waffenschrank - fertig wäre der Polizei-Triebwagen (Foto: pfoto-rzd.com)
Außen noch ein Blaulicht, innen einen Waffenschrank - fertig wäre der Polizei-Triebwagen (Foto: pfoto-rzd.com)
Dienstag, 01.02.2011

Züge mit Blaulicht? RZD will Security-Schienenbusse

Moskau. Die Bahngesellschaft RZD will zur Verbesserung der Sicherheitslage im Schienenverkehr spezielle „Polizei-Züge“ zum Einsatz bringen. Vier solcher Schienenbusse sollen im Nordwesten in Dienst kommen.

Der Pressedienst der RZD beeilte sich heute allerdings, eine Interfax-Meldung zu diesem Thema erst einmal zu dementieren: Die Agentur hatte – unter Berufung auf das betriebsinterne TV-Programm der RZD – gemeldet, dass die Sicherheits-Schienenbusse die Hochgeschwindigkeitszüge Sapsan und Allegro „begleiten“ werden.

Angesichts deren Spitzengeschwindigkeiten von über 200 km/h ist dies allerdings in der Tat schwer vorstellbar – abgesehen davon, dass eine Polizei-Eskorte auf der Schiene vor jedem Zug in der Tat kaum zu realisieren ist.

RZD: Blaulicht-Züge für Hilfseinsätze


Wie die RZD präzisierte, sollen die zur Anschaffung erwogenen Schienenbusse vor allem dazu dienen, nach Unfällen oder sonstigen Zwischenfällen schnell Einsatzkräfte zum Ort des Geschehens bringen zu können – vor allem in Gegenden, wo es wenig alternative Anfahrtsmöglichkeiten gibt.

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• Russische Bahn tritt ins Highspeed-Zeitalter ein (17.12.2009)
• Videokameras sollen für Sicherheit im Zugverkehr sorgen (03.12.2009)
• Neonazis oder Islamisten - wer sprengte den Expresszug? (29.11.2009)
• Neue Zugbombe detoniert unter Fernzug in Dagestan (30.11.2009)
• Medwedew will Sicherheits-Verantwortliche abstrafen (25.01.2011)
Interfax hatte einen hochrangigen Beamten der Transport-Miliz in Nordwestrussland zitiert, der davon sprach, dass die „Polizeizüge“ aber durchaus auf den Gleisen patrouillieren sollen.

Gleisbewachung mit Video und Schneemobilen


Die Anschaffung der aus ein bis zwei Waggons bestehenden Security-Triebwagen werde gegenwärtig im Rahmen eines Programms zur Terrorismus-Abwehr erwogen. In dessen Rahmen laufen Maßnahmen zur Videoüberwachung der 650 Kilometer langen Strecke zwischen Moskau und St. Petersburg.

Das Verkehrsministerium hatte zudem vorgeschlagen, dort alle 20 Kilometer einen Wachtposten einzurichten. Die dort stationierten Gruppen sollen mit geländegängigen „Quads“ und Schneemobilen ausgerüstet werden.

Hauptstadtstrecke im Terror-Visier


Im November 2009 waren bei einem Bombenanschlag auf den „Newski Express“ auf dieser Strecke 28 Menschen getötet worden. Auch 2007 war eine Bombe unter dem gleichen Schnellzug explodiert, damals blieb es durch glückliche Umstände nur bei Verletzten.

Nach dem verheerenden Bombenanschlag auf den Flughafen Domodedowo wird das Thema Terrorabwehr an Verkehrsanlagen von der russischen Führung wieder mit Priorität verfolgt.



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