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Maria Scharapowa musste sich bei Olympia mit Silber begnügen (Foto: TV)
Maria Scharapowa musste sich bei Olympia mit Silber begnügen (Foto: TV)
Montag, 13.08.2012

London: Russland übertrifft sich bei Olympia selbst

London. Mit einem fantastischen Schlussspurt am Wochenende hat Russland bei den Olympischen Spielen in London für einen versöhnlichen Abschluss gesorgt. Das Ergebnis ist besser als in Peking, aber schlechter als erhofft.

Bye bye London, die Olympischen Spiele sind vorbei, Zeit für eine Bilanz auch bei der russischen Sbornaja. 82 Medaillen holte das Team, 24 goldene, 25 silberne und 33 bronzene. Das ist Rang vier in der Nationenwertung hinter den USA, China und Großbritannien.

Besser als in Peking


Das Ergebnis von 2008 konnten die russischen Sportler damit toppen. Sie holten zehn Medaillen mehr und errangen auch einmal mehr Gold als in Peking. Vor allem an den letzten beiden Wettkampftagen regnete es Gold für die russischen Athleten: Die Leichtathleten holten beim Hochsprung, 800-Meter-Lauf und 50-Kilometer-Gehen den Sieg, bei der rhythmischen Sportgymnastik gab es gleich zweimal Gold (im Einzel und im Team) und am Ende gab es sogar noch Gold bei den Kanuten und den Boxern.

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Der krönende Abschluss war der hart umkämpfte Fünfsatzsieg der russischen Volleyballer, die nicht nur einen 0:2-Satzrückstand drehten, sondern im Lauf des Spiels auch noch mehrere Matchbälle der favorisierten Brasilianer abwehrten und am Ende den ersten postsowjetischen Olympiasieg für Russland in dieser Sportart feierten.

Hoffnung auf Platz drei erfüllt sich nicht


Den eigenen Ansprüchen wurde die russische Mannschaft trotzdem nur zum Teil gerecht. Speziell auf Funktionärsebene hatte man damit gerechnet, in der Mannschaftswertung Dritter zu werden und möglicherweise sogar Chinesen und Amerikaner angreifen zu können.

Dass daraus nichts wurde, ist vor allem einem schleppenden Beginn zuzuschreiben. Als Konsequenz haben bereits die Trainer der enttäuschenden Schützen und Fechter, Igor Solotarjow und Wladislaw Pawlowitsch, ihren Rücktritt eingereicht. In die Kritik geriet dabei nebenbei auch Multimilliardär Wladimir Lissin, der den russischen Sportschützenverband seit 2002 anführt und mit dessen Arbeit offenbar eine Reihe von Sportlern unzufrieden ist.

Eher mäßig ist auch das Abschneiden der russischen Schwimmer und Schwerathleten. Zudem hat der Dopingskandal um die Radfahrerin Viktoria Baranowa ein schlechtes Licht auf das russische Team geworfen.

Judoka beglücken Putin


Für Kremlchef Wladimir Putin dürften die Spiele dennoch in angenehmer Erinnerung bleiben, holten die Russen doch ausgerechnet in seiner Lieblingssportart Judo gleich drei mal Gold. Putin ließ es sich dann auch nicht nehmen, den Athleten bei seiner Kurzvisite in London persönlich zu gratulieren.

Zudem hofft das russische Team auf die Zukunft. Die meisten Athleten sind jung, die Spiele in London waren für viele die erste große Bewährungsprobe. In vier Jahren wollen sie in Rio de Janeiro noch mehr Edelmetall einsammeln – aber dazwischen ist ja noch die Heim-Winterolympiade in Sotschi. Dort soll Russland, so die Vorgabe der Sportfunktionäre, ganz oben stehen.



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jich 15.08.2012 - 16:37

„Massenraub an Volkseigentum“ = Korruption

Tja, Kollege da ham Se recht. Allerdings übersehen Sie, so wie Ihre Artgenossen, gerne den kleinen, aber feinen Unterschied zu damals... nämlich die Folgen dieser Korruption heute und damals - zu finden in den anderen Beispielen, die ich in meinem Post gebracht habe!

Bitte nochmals lesen: Raub an Volkseigentum muss nicht unbedingt NUR Korruption bedeuten. Wenn Oligarchen für Centbeträge Staatsunternehmen aufkaufen und den Angestellten monatelang klriminell kleine Gehälter nicht bezahlt, dann ist es eben Korruption und Verletzung der Menschenwürde. Eben die hat auch den Alkoholkonsum so steigen lassen, die Bevölkerungsschwund verursachte, die Immigration in Massen verursachte, die... naja Sie wissen schon. Oder etwa nicht?


Cello 15.08.2012 - 06:36

Massenraub an Volkseigentum


Im Gros hat sich jedoch daran nicht sehr viel geaendert „Massenraub an Volkseigentum“ = Korruption, welche meist von Staatsbediensteten begangen werden und die Mehrheit dieser wiederum sind doch ER Zu- und Angehoerige!


Cello 15.08.2012 - 05:55

Ein notorisch Unverbesserlicher

@jich

Trotz neuem Reglement, welches denke ich auch fuer SIE Geltung hat, setzen Sie sich mit Respektlosigkeit und Diskriminierung wie „DDR-Clowns wie Stoll“ darueber hinweg. Da kommt manchem hier wohl der Gedanke, wer hier nun in Wirklichkeit ein Clown mit diktatorischem Verhaltensmuster ist!


jich 14.08.2012 - 18:34

Haben Sie, maus, schon mal Diktatoren gesehen, die ihre absolute Macht freiwillig abgegeben haben ?

US-Wahlsieger von 2000 Al Gore, KPRF-Parteiführer Zyuganov nach der gewonnenen Stichwahl in 1996. Reichen die zwei Beispiele oder soll ich noch welche bringen?


jich 14.08.2012 - 18:17

Wer einmal die Luft der Freiheit geschnuppert hat, der ist für diktatorische Regime, wie unter Putin, für alle Zeiten versaut.

Während DDR-Clowns wie Stoll sich über großzügiges Begrüßungs- und Arbeitslosengeld aus der damals noch deutlich weniger dramatisch verschuldeten BRD freuten, mussten die ehemaligen Sowjetrepubliken im Gegensatz dazu ethnische Konflikte(UsbekistanKirgisien, ArmenienAsebaidschan, RusslandTschetschenien, usw),Massenschließungen von Produktionsstätten und Monostädten, Arbeitslosigkeit(alle Republiken), Zahlungsverzögerungen bei ohnehin lächerlich kleinen Gehältern und Renten, tragischer Anstieg an organisierter Kriminalität und Massenraub an Volkseigentum(Russland und die meisten Republiken) und IWF-Staatsverschuldung ´schnuppern´!

Aber natürlich, weiß Stoll besser als ein Russe, Weißrusse oder Ukrainer, wie ein Land zu funktionieren hat, schließlich lebt er ja in einer Demokratie und ihm gehts ja gut und so gings auch den Russen in den 90ern als ein demokratischer Alkoholiker an der Macht war und bei Staatsbesuchen um weitere Kredite betteln musste, um beispielsweise solch wichtige Aktivitäten wie die Restauration des Kreml finanzieren zu können!


Stoll 14.08.2012 - 15:03

Haben Sie, maus, schon mal Diktatoren gesehen, die ihre absolute Macht freiwillig abgegeben haben ? Wenn Lukaschenko seine Macht abgeben muss, dann wird das nur durch einen Volksaufstand geschehen. Und ob dann noch alle Weißrussen heim nach Russland wollen, steht auf einem anderen Blatt. Wer einmal die Luft der Freiheit geschnuppert hat, der ist für diktatorische Regime, wie unter Putin, für alle Zeiten versaut.


maus 14.08.2012 - 12:30

Belarus=Russland

stimmt aber nicht, ich komme aus der Teilrepublick Belarus und die Mehrheit will bei uns eine Staatsunion mit Russland, mit der Zollunion haben wir schon angefangen, die nächsten Schritte werden folgen. Belarus liebt Russland und Russland liebt Belarus.


jich 13.08.2012 - 18:27

Keines der durch Krieg, Terror und Zwang vereinigten und seit 1990 wieder ausgetretenen Teilrepubliken der ehemaligen UdSSR ist gewillt,

Außer Wießrussland, Ukraine, Kasachstan, Kirgisien, Armenien, Abchasien, Südossetien, Moldawien usw...

Aber das wissen Sie von Zwickau aus garantiert besser:

http://www.freiewelt.net/nachricht-2045/ostalgie-ist-eine-gefahr---interview-mit-joachim-gauck.html

http://www.stern.de/presse/vorab/ostalgie-stern-umfrage-34-prozent-der-ostdeutschen-bedauern-verschwinden-des-ddr-alltags-534648.html


Stoll 13.08.2012 - 17:04

@kaluga 13.08.2012 - 14:00,--Und wenn man zu den 82 russischen Madallien noch die Medallien der anderen ehemaligen Unionsrepubliken rechnet, so ist das doch der erste Platz für die UdSSR ---

Keines der durch Krieg, Terror und Zwang vereinigten und seit 1990 wieder ausgetretenen Teilrepubliken der ehemaligen UdSSR ist gewillt, auch nur im Geist eine errungene Medaille in die Medaillenausbeute Russlands zu stellen. Dazu haben die ehemaligen Anführer Lenin, Stalin.... zu sehr unter diesen Völkern gewütet und morden lassen. Es gibt kaum eine Familie die nicht unter der Herrschaft der Kommunisten zu leiden hatte.
Freuen wir uns daran, dass die olympischen Spiele friedlich über die Bühne gegangen sind.


kaluga 13.08.2012 - 14:00

Klasse Leistung

Und wenn man zu den 82 russischen Madallien noch die Medallien der anderen ehemaligen Unionsrepubliken rechnet, so ist das doch der erste Platz für die UdSSR


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