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| Alexander Jakowenko ist einer der Favoriten auf den Posten des UNESCO-Generaldirektors (Foto: TV) | |
Mittwoch, 15.07.2009
Russland bietet Millionen für Chefposten bei UNESCO
Moskau. Die UNESCO sucht einen neuen Generaldirektor. Russland will den Posten mit dem Diplomaten Alexander Jakowenko besetzen. Moskau lässt sich die Ambitionen etwas kosten und bietet Millionen, um die Kandidatur durchzuboxen.
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Seit 1999 ist der Japaner Koichiro Matsuura Generaldirektor der Unesco. Sein zweite Amtszeit läuft aus und wird nicht mehr verlängert. Neun Kandidaten haben sich um die Nachfolge beworben. Ein Trio darunter ist in der Favoritenrolle. Neben Jakowenko sind dies die österreichische EU-Kommissarion Benita Ferrero-Waldner und der ägyptische Kulturminister Farouk Hosny.
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„Erfahrener Diplomat und guter Manager“ Der Wahlkampf ist hart, denn es geht um viel Prestige. Die UNESCO ist als UN-Organisation für Wissenschaft, Kultur und Erziehung zuständig. Weder die Sowjetunion, noch Russland konnten je den Generaldirektor der UNESCO stellen.
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Im russischen Außenministerium wird natürlich der eigene Kandidat, Vize-Minister Jakowenko, unterstützt. Jakowenko sei ein erfahrener Diplomat, kenne mehrere Fremdsprachen und arbeite seit langem mit der UNO und auch der UNESCO zusammen, erklärte der Sprecher des Außenamts, Andrej Nesterenko: „Daher ist seine Kandidatur absolut passend. Er ist bekannt als hervorragender Spezialist und guter Manager und trifft sich häufig sogar mit dem UN-Generalsekretär persönlich“, hebt Nesterenko hervor.
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Russland zahlt für den Generaldirektorposten Doch Moskau setzt nicht allein auf die persönlichen Qualitäten Jakowenkos. Auf allen diplomatischen Kanälen versucht Russland den eigenen Kandidaten zu pushen. Im russischen Außenministerium wird die Kampagne gar mit dem Kampf um die Olympischen Winterspiele 2014 verglichen.
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Und tatsächlich erinnert der Wahlkampf ein bisschen an die Olympia-Kampagne, denn auch dort hat Russland mit finanziellen Versprechungen gepunktet. Das gleiche Schema kommt auch nun zur Anwendung: „Alle zwei Jahre überweisen wir acht Millionen Dollar als Beitrag an die UNESCO. Jetzt, im Zusammenhang mit dem Wahlkampf haben wir die freiwillige einmalige Zahlung von 20 Millionen Dollar angekündigt, wenn unser Kandidat gewinnt“, teilte ein anonymer Sprecher des Außenministeriums mit.
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Ob dies ausreicht, die Sympathien der Wahlmänner zu gewinnen, bleibt abzuwarten. Immerhin: Bei den Olympischen Winterspielen gab das Versprechen „Olympia um jeden Preis“ durchzuführen (O-Ton Wladimir Putin) am Ende den Ausschlag für Sotschi.
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